Drama in der Ostsee

Gute Nachricht? Buckelwal „Timmy“ ist verschwunden

Ausland
31.03.2026 07:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kurzes, vorsichtiges Aufatmen bei „Timmy“: Der Buckelwal, der seit Tagen vor der deutschen Ostseeküste im flachen Wasser feststeckte, ist abgetaucht und nicht mehr zu sehen. Die Hoffnung steigt, dass sich der Wal endlich auf den Weg in den Atlantik gemacht hat.

Statt klar Kurs aufs offene Meer zu nehmen, schwamm „Timmy“ am Montag ausgerechnet in Richtung Hafen. Die Sorge der Retter: Der erschöpfte und angeschlagene Wal könnte sich wieder in eine gefährliche Situation manövrieren. 

Denn laut Experten kann seine Haut nur im Salzwasser des Atlantiks ausheilen, „Timmy“ sicher durch tiefe Gewässer navigieren und ausreichend Fisch fressen.

Happy End? In der Nacht auf Dienstag gab es keine Sichtung von „Timmy“.
Happy End? In der Nacht auf Dienstag gab es keine Sichtung von „Timmy“.(Bild: AFP/DANIEL MULLER)

„Sein Weg wird noch sehr weit sein“
Am Montagabend „motivierte“ ein Boot mit sechs bis acht Leuten den Wal in der Wismarer Bucht. Erst zog das Boot weite Kreise um „Timmy“, dann wurden sie immer enger. Auch schlugen die Retter immer wieder mit einem Paddel aufs Wasser, um den Meeressäuger auf die richtige Route zu lenken. Und das zahlte sich aus. „Timmy“ schwamm los – wohl Richtung offenes Meer. „Sein Weg wird noch sehr weit sein. Aber es ist ein guter erster Schritt. Wir haben die Experten aus dem Ausland, mit denen wir ständig in Kontakt sind, ernst genommen. Sie haben uns bestätigt, dass der Weg, den wir gewählt haben, der richtige sein könnte. Für den Moment sieht es nun ja so aus“, berichtete  Sandra Schöttner von Greenpeace gegenüber der „Bild“.

Nimmt „Timmy“ tatsächlich Kurs auf den Nordatlantik, so muss er noch Hunderte Kilometer durch die Ostsee, idealerweise durch den Großen Belt, bis er am Skagerrak die Nordsee erreicht. Auf der Strecke lauern aber weiterhin Gefahren durch Untiefen, Stellnetze und den Schiffsverkehr.

Dienstagmorgen geht die Suche weiter
Ab circa 23 Uhr gab es am Montagabend nach Angaben des Sprechers der Wasserschutzpolizei von „Timmy“ keine Spur mehr. Das Polizeiboot sei deswegen auch wieder zurückgefahren. Es mache keinen Sinn, in der Dunkelheit nach dem Wal zu suchen, so der Sprecher weiter. Mit Tagesanbruch soll am Dienstag aber wieder ein Boot auslaufen, um nach „Timmy“ Ausschau zu halten, so ein Beamter zur „Bild“.

Tier in Stellnetz verfangen
Der Buckelwal war zunächst in der Nacht auf 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. Daher gaben ihm Helfer und Medien später auch den Namen „Timmy“. In der Nacht auf Freitag gelang es dem Wal, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet. Laut Umweltministerium ist der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hatte sich das Tier in einem Stellnetz verfangen.

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