Absturz in Finnland

Selenskyj entschuldigte sich für Drohnenvorfall

Außenpolitik
30.03.2026 17:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Wochenende stürzten mehrere ukrainische Drohnen auf finnisches Territorium ab. Eines der unbemannten Fluggeräte hatte sogar einen Sprengkopf montiert und musste später von den finnischen Sicherheitskräften kontrolliert gesprengt werden. Am Montag hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem finnischen Amtskollegen für den Vorfall entschuldigt.

„Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise“, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken über sein Gespräch mit Präsident Alexander Stubb. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen. „Wir können mit Sicherheit sagen, dass auf keinen Fall ukrainische Drohnen in Richtung Finnland geflogen sind“, sagte Außenamtssprecher Heorhij Tychyj Journalisten in Kiew. Die wahrscheinlichste Variante sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien.

Das finnische Verteidigungsministerium veröffentlichte dieses Bild von einer der abgestürzten ...
Das finnische Verteidigungsministerium veröffentlichte dieses Bild von einer der abgestürzten Drohnen.(Bild: AFP/SASU JARNSTEDT)

Finnische Regierung spricht von „ernster Angelegenheit“
Tags zuvor waren mehrere ukrainische Drohnen östlich der finnischen Stadt Kouvola abgestürzt. Helsinki hatte die Luftraumverletzung als ernste Angelegenheit bezeichnet. Die Ukraine hatte zuvor mehrfach russische Ostseehäfen im Gebiet Leningrad rund um die Millionenmetropole St. Petersburg angegriffen, um den russischen Export von Erdöl zu stören.

Mehrere Drohnen waren dabei auch in den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland abgestürzt. Darüber soll Kiew nach litauischen Angaben über diplomatische Kanäle sein Bedauern zum Ausdruck gebracht haben. Dies teilte die Präsidialkanzlei in Vilnius mit.

Selenskyj offen für Waffenruhe zu Ostern
Angesichts der bevorstehenden Feiertage zeigte sich Selenskyj in einem Gespräch mit Journalisten offen für eine Waffenruhe über Ostern. „Eine Waffenruhe für Ernährungssicherheit und Energie, also sowohl auf See als auch in der Luft. Vollständig – damit weder Raketen noch Drohnen fliegen. Keine Angriffe auf die Infrastruktur“, erklärte der ukrainische Staatschef.

Selenskyj sagte nicht, welche Ostertage er meint. Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine wie in Russland feiern das Osterfest heuer am 12. April – eine Woche nach den westlichen Kirchen. In dem seit über vier Jahren dauernden Krieg hat es mehrere Versuche gegeben, ein Schweigen der Waffen an hohen Feiertagen zu vereinbaren. Meist hatte dies wenig Einfluss auf die Kämpfe. Zuletzt verkündete der russische Machthaber Wladimir Putin 2025 Feuerpausen über Ostern und die Weltkriegsgedenktage im Mai, lehnte aber eine Weihnachts-Waffenruhe ab.

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