WKO ebenfalls dagegen

Front gegen Paketsteuer wird immer breiter

Wirtschaft
18.05.2026 17:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Aufschrei gegen die ab Herbst geplante Paketsteuer wird immer lauter. Die Abgabe verfehle ihren Zweck vollkommen, lautet die Kritik der Wirtschaftskammer.

Der Widerstand aus der Wirtschaft und seitens Privatpersonen sei massiv, konstatierte die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Montag unter Verweis auf ablehnende Stellungnahmen auf der Homepage des Parlaments. Davor hatten auch der Handelsverband und die FPÖ dagegen gewettert. Sie sehen darin einen Inflationstreiber.

Bei den Entscheidungsträgern müsse „endlich klar ankommen, dass die Paketsteuer in der jetzigen Form die absolut Falschen trifft, nämlich steuerzahlende, österreichische Handelsunternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten“, so der Berufsgruppensprecher des Bundesgremiums des Versand- und Internethandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Alexander Smuk, am Montag in einer Aussendung.

Vor allem E-Commerce-Riesen wie Temu oder Shein sollen ins Visier genommen werden. Die ...
Vor allem E-Commerce-Riesen wie Temu oder Shein sollen ins Visier genommen werden. Die Kollateralschäden dürften aber größer werden.(Bild: AFP/JUSTIN SULLIVAN)

„Asiatische Plattformen werden Wege finden“
„Asiatische Plattformen, die eigentlich der Adressat für die Regelung waren, werden hier Wege finden, um die Steuerlast so gering wie möglich zu halten“, befürchtet der Branchenvertreter. Übrig blieben am Ende die heimischen Händler und Konsumenten.

Die geplante Paketsteuer in Höhe von zwei Euro pro Sendung soll nach dem 30. September in Kraft treten und für große Onlinehändler mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro gelten. Laut Finanzministerium soll die Abgabe jährlich Zusatzeinnahmen in Höhe von rund 280 Millionen Euro einspielen.

Welche Händler betroffen sind
Sie entfällt nur auf Geschäfte mit Endkunden, B2B-Onlineshops sind davon nicht betroffen. Paketsteuer müssen in Österreich ab Herbst unter anderem Amazon, MediaMarkt, Niceshops, Otto, Shein, Temu und Zalando abführen. Kleine Händler, die über größere Online-Marktplätze (u.a. Amazon) ihre Waren verkaufen, sind auch von der Abgabe betroffen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung