Der Waldrapp war in Europa über Jahrhunderte ausgestorben. Umso größer die Freude, dass im Zoo Schmiding nun mehrere Küken der seltenen Waldvögel geschlüpft sind. Über Kameras, die direkt in den Felsnischen installiert sind, wo die Tiere brüten, können Besucher alles hautnah mitverfolgen.
Waldrappe waren in Europa über Jahrhunderte ausgestorben. Umso erfreulicher, dass im Zoo Schmiding nun gleich mehrere Küken der seltenen Vögel geschlüpft sind. Besucher können über Kameras in den Felsnischen, in denen die Waldrappe brüten, direkt in die Nester schauen.
Zwei werden betreut
Vom vorsichtigen Hudern der Küken bis hin zu den regelmäßigen Fütterungen durch die Elterntiere: „Normalerweise bleiben solche Momente verborgen,“ erklärt Zoologin Daniela Artmann. Zwei der Küken, die von den Eltern nicht ausreichend gefüttert wurden, werden von Pflegern ernährt und betreut.
Zusätzlich werden derzeit zwei Küken vorübergehend in der Jungvogelaufzucht betreut. Sie wurden von den Elterntieren nicht ausreichend gefüttert und werden nun von erfahrenen Tierpflegern mehrmals täglich versorgt. „Die Aufzucht ist gerade am Anfang sehr intensiv, weil die Küken noch extrem empfindlich sind und in kurzen Abständen gefüttert werden müssen,“ erklärt Tierpflegerin Eder Daniela, „Aber gleichzeitig ist es auch extrem schön zu beobachten, wie rasch sich die Jungtiere entwickeln. Mittlerweile sind sie schon deutlich aktiver, neugierig und reagieren aufmerksam auf ihre Umgebung.“
Die Jungvögel erhalten ein spezielles Aufzuchtfutter aus fein zerkleinertem Fleisch, Insekten, Mineralstoffen und Vitaminen. Gefüttert wird vorsichtig mit einem Löffel zwischen den Fingern hindurch, um die Futteraufnahme möglichst naturnah zu gestalten. Da die beiden Jungvögel gemeinsam aufwachsen, entwickeln sie weiterhin ein normales Sozialverhalten und können voneinander lernen. Ziel ist es, die Tiere nach erfolgreicher Stabilisierung wieder in die Gruppe, beziehungsweise die Anlage zurückzuführen.
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