„Wir haben die besten“

Trump lehnt Drohnen-Hilfe aus der Ukraine ab

Außenpolitik
15.03.2026 15:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor wenigen Tagen erklärt, die Ukraine leiste den USA bereits Hilfe im Krieg gegen den Iran – konkret bei der Abwehr von iranischen Schahed-Drohnen. Auch würden bereits Gespräche mit Vertretern der USA und mehrerer Golfstaaten laufen, um das ukrainische Expertenwissen zur Verfügung zu stellen. In einem TV-Interview hat nun US-Präsident Donald Trump ziemlich undiplomatisch mitgeteilt: „Wir benötigen die Hilfe der Ukrainer nicht.“

„Wir wissen mehr über Drohnen als alle anderen. Wir haben die besten Drohnen der Welt“, hielt der 79-Jährige im Gespräch mit dem Sender Fox News fest. Gegenüber dem Sender NBC erklärte Trump, Selenskyj sei „die letzte Person, von der wir Hilfe benötigen“.

Auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2024 wird eine Schahed-Drohne vor den Augen von Präsident ...
Auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2024 wird eine Schahed-Drohne vor den Augen von Präsident Massoud Pezeshkian während einer Parade zum Gedenken an den Krieg gegen den Irak in den Jahren 1980 bis 1988 präsentiert.(Bild: AFP/ATTA KENARE)

Selenskyj beschwichtigt: „Bloße Rhetorik“
Selenskyj wertete die Stellungnahme des US-Staatschefs als „bloße Rhetorik“ und dankte Washington für die bisherige Unterstützung im Kampf gegen die russischen Besatzer. Die Führung in Kiew erhofft sich natürlich im Gegenzug für die Drohnenabwehr Geld und Waffen.

Iran: „Ukraine dadurch legitimes Ziel“
Auch wenn damit nicht ganz klar ist, ob und wie intensiv die Ukraine bei der Abwehr iranischer Kamikaze-Drohnen hilft, droht das Mullah-Regime bereits mit Angriffen auf das Land. „Durch die Bereitstellung von Drohnenunterstützung für das israelische Regime ist die gescheiterte Ukraine faktisch in den Krieg hineingezogen worden und hat gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ihr gesamtes Territorium zu einem legitimen Ziel für den Iran gemacht“, ließ Ebrahim Azizi, Vorsitzender der Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik, via Kurznachrichtenplattform X wissen.

Unterdessen warnte Irans Außenminister Abbas Araghtschi andere Länder vor Maßnahmen, die zu einer Ausweitung des Krieges seines Landes gegen die USA und Israel führen könnten. Damit sprach er indirekt den Aufruf Trumps an, eine internationale Sicherungsmission mit Kriegsschiffen in der Straße von Hormuz ins Leben zu rufen. Araghtschi wies auch Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Mojtaba Khamenei, zurück. Khamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der Minister laut der Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.

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