Trend aus Kraftkammer

Osterschinken lässt die „Muckis“ wachsen

Niederösterreich
31.03.2026 13:00

Ein Traditionsgericht feiert die Renaissance wegen seines hohen Proteingehalts. Denn aus den Fitnessstudios schwappt die Sensibilität für eiweißreiche Ernährung über. Und dieser Muskelbaufbaustoff ist im klassischen Schinken reichlich vorhanden, freut sich auch der Marktführer.

Nach Jahren der Stagnation feiert ein echter Klassiker auf den niederösterreichischen Tellern einen großen Aufschwung. „Ostern ohne Schinken ist für viele undenkbar. Wenn Familien zusammenkommen, gehört er einfach dazu“, freut sich Rudolf Berger, Chef von Berger Schinken aus Sieghartskirchen im Bezirk Tulln.

Ob warm aus dem Ofen, kalt zur Jause, mit Krenn oder Ei – was früher aus Tradition gegessen wurde, liegt jetzt wieder voll im Ernährungstrend. Denn der große Protein-Gehalt macht Schinken zum bevorzugten Produkt vieler Kraftsportler. „Rund 20 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm machen mageren Schinken zur starken Proteinquelle. Eiweiß hat so auch den Sprung vom Fitnessstudio ins Supermarktregal geschafft – und damit mitten in den Alltag“, betont Berger, dass die Sensibilität für den Bedarf an dem Muskelaufbaustoff nun breit in der Bevölkerung angekommen sei.

Im Vorjahr mehr als 17.000 Tonnen verkauft

Der Verkauf von Kochschinken in Österreichs Supermärkten stieg laut AMA im Vorjahr um ganze 4,2 Prozent von 16.474 auf 17.166 Tonnen. Denn Schinken sei die perfekte Antwort auf den Wunsch nach natürlicher und unverarbeiteter Nahrung, erklärt Berger den Run auf die Fleischtheke.

Rudolf Berger freut sich über die gesteigerte Nachfrage bei Schinken.
Rudolf Berger freut sich über die gesteigerte Nachfrage bei Schinken.(Bild: Gabriele Moser)

Um dem Trend zu entsprechen und nicht nur auf „alten Schinken“ zu setzen, erzeugt der NÖ-Fleischerbetrieb, der im Vorjahr 193 Millionen Euro Umsatz machte, nun auch eine Sport-Variante mit besonders viel Eiweiß und Magnesium. So will sich das Unternehmen auch in fünfter Generation als Marktführer beim Kochschinken behaupten und damit zum Bestandteil des Ostertisches zählen.

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