Die neunmonatige Basisausbildung für Absolventen des Medizinstudiums sorgt erneut für Diskussionen. Landespolitiker fordern aufgrund der langen Wartezeiten auf Plätze Änderungen. Auch regional gibt es Unterschiede ...
Die neunmonatige, verpflichtende Basisausbildung für Mediziner erregt weiterhin die Gemüter. Diese ist nach dem Abschluss des Medizinstudiums zwingend notwendig, führt aber aufgrund der wenigen verfügbaren Plätze zu Wartezeiten.
Die Debatte um die Abschaffung der Basisausbildung ist zwar eingeschlafen, aber die Gesundheitslandesräte der ÖVP sorgen sich aufgrund der langen Wartezeiten auf einen Ausbildungsplatz.
Besteht aus 6 Jahren Diplomstudium Humanmedizin (inklusive Klinisch-Praktischem Jahr)
9 Monate Basisausbildung (im Anschluss an das Studium) und danach
6 Jahre Ausbildung zum Facharzt bzw. Arzt für Allgemeinmedizin (kürzere Dauer bei Allgemeinmedizin)
In einem gemeinsamen Brief an die verantwortliche Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) fordern sie „Aktivitäten für eine bedarfsgerechte Abänderung“, wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten.
Schumann wird zudem ersucht, von jener Arbeitsgruppe im Bund, die sich bereits jetzt mit der Evaluierung und potenziellen Weiterentwicklung der Basisausbildung nach Studienende befasst, einen Bericht zum „gegenwärtigen Arbeitsfortschritt einzuholen“. Handlungsbedarf sehen sie auch bei der fächerübergreifenden Ausbildung. Diese sei mit der Basisausbildung (diese hat die frühere Turnusausbildung ersetzt) deutlich eingeschränkt, was die Anrechenbarkeit betrifft.
Regionale Unterschiede
Das Büro von Christine Haberlander, stellvertretende Landeshauptfrau von Oberösterreich, weist zudem auch auf regionale Unterschiede bei den Wartezeiten für einen Basisausbildungsplatz hin: Oberösterreich liegt demnach mit 4,9 Monaten unter dem Österreich-Schnitt (6,3 Monate). Am schnellsten verfügbar sind Plätze in Niederösterreich (4,6 Monate), am längsten warten heißt es in Vorarlberg (acht Monate).
In jüngerer Vergangenheit hat es immer wieder Kritik an der Basisausbildung gegeben. So forderten die Medizinuni-Rektoren im Vorjahr eine Neuordnung und erinnerten an das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ), das bereits im letzten Studienjahr des Medizinstudiums ebenfalls eine Einführung in die Praxis bieten soll. Seitens der Ärztekammer waren Forderungen nach einer Abschaffung ebenso laut geworden wie vom früheren Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).
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