„Hilfe für Freunde“

Russland will noch mehr Öl nach Kuba bringen

Außenpolitik
30.03.2026 13:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Montag hat ein russischer Tanker mit 100.000 Tonnen Rohöl Kuba erreicht. Zuvor hatten die USA ihre Ölblockade aufgehoben, um „Anatoly Kolodkin“ passieren zu lassen. Die russische Führung begrüßte das Einlenken. Man habe entsprechende Gespräche geführt, um die Lieferung zu ermöglichen, teilte der Kreml mit.

Man arbeite daran, noch mehr Öl nach Kuba zu bringen. „Wir freuen uns, dass diese Lieferung von Erdölprodukten bereits auf der Insel eingetroffen. Natürlich sieht es Russland als seine Pflicht an, nicht tatenlos zuzusehen und unseren kubanischen Freunden die notwendige Hilfe zu leisten“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Kuba bräuchte unter den Bedingungen der US-Blockade Unterstützung, darunter Öl für die Stromerzeugung. Es gehe auch um die medizinische Versorgung des Inselstaats in der Karibik.

Am Wochenende gab es erste Berichte, wonach die US-Küstenwache den russischen Öltanker passieren ließ. „Ich ziehe es vor, ihn hereinzulassen, denn die Leute brauchen Heizung und Kühlung und alles andere“, sagte US-Präsident Donald Trump. Das Land sei jedoch am Scheitern und werde scheitern, wiederholte er wieder. Mit Verweis auf militärische Erfolge in Venezuela hatte Trump am Wochenende erklärt, dass Kuba „als Nächstes dran“ sei.

Wirtschaftskrise hält seit Jahren an
Dem kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel zufolge hat das Land seit drei Monaten keine Ölimporte mehr erhalten. Dies führte zu einer strikten Rationierung von Benzin und verschärfte eine Energiekrise, die landesweit mehrfach Stromausfälle zur Folge hatte. Kuba importierte im vergangenen Jahr laut dem Datenanbieter S&P Global durchschnittlich 164.000 Tonnen Öl pro Monat. Die 100.000 Tonnen auf dem russischen Tanker decken also rund 60 Prozent dieses monatlichen Bedarfs.

Der kommunistische Inselstaat steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die seit drei Monaten durch das US-Ölembargo verschärft wird. Venezuela war der wichtigste Öllieferant des Landes. Die Menschen kämpfen nicht nur mit Treibstoffmangel und Stromausfällen, sondern auch mit Nahrungsmittelknappheit. Der öffentliche Verkehr ist zum Erliegen gekommen, der Transport von Waren ist gestört, der Müll wird nicht mehr eingesammelt. Es gibt Engpässe bei der Wasserversorgung und im Gesundheitssystem. Auch die Zahl der Touristinnen und Touristen geht stets zurück. Das Volk soll mit alten Durchhalteparolen an der Stange gehalten werden.

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