„Kein Unterschied“

USA lassen Öltanker nach Kuba passieren

Außenpolitik
30.03.2026 11:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz bestehender Blockade haben die US-Behörden einen Öltanker nach Kuba passieren lassen. „Wenn ein Land gerade jetzt etwas Öl nach Kuba schicken will, dann habe ich kein Problem, ob es nun Russland ist oder nicht“, sagte US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend (Ortszeit). Der Tanker kommt aus Russland.

Eine Schiffsladung Öl mache ohnehin keinen Unterschied, sagte Trump weiter. „Kuba ist am Ende.“ Der Tanker „Antatoly Kolodkin“ war im russischen Hafen Primorsk ausgelaufen und mit 100.000 Tonnen Rohöl beladen. Er wurde von der russischen Marine eskortiert, ein gewaltsames Aufhalten seitens der USA hätte das Risiko eines Konflikts mit Russland bergen können. Laut dem kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel hat Kuba seit drei Monaten keine Ölimporte mehr erhalten. Das führte zu einer strikten Rationierung von Benzin und verschärfte eine Energiekrise, die landesweit Stromausfälle zur Folge hatte. Der russische Tanker deckt jetzt etwa 60 Prozent des Bedarfs für einen Monat.

Das Weiße Haus hatte Öllieferungen blockiert, um den Druck auf die Führung in Havanna zu erhöhen. Zugleich haben die USA ihre Sanktionen gegen Russland vorübergehend aufgehoben, um die weltweite Ölversorgung zu verbessern, die durch Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran eingeschränkt wurde.

Schiffe mit Hilfsgütern wieder aufgetaucht
Am Wochenende haben zwei Schiffe des Konvois Nuestra América (Unser Amerika) Kuba mit Hilfsgütern erreicht. Die beiden Katamaran-Segelboote waren einige Tage ohne Funkkontakt unterwegs, weshalb es Besorgnis über den Zustand und Verbleib der Besatzung gab. Seit Donnerstag hatte die mexikanische Marine eine Suchaktion durchgeführt. Die Besatzung sprach nun von „ungünstigen Wetterbedingungen“.

Am Wochenende vor einer Woche waren etwa 650 Aktivistinnen und Aktivisten aus den Vereinigten Staaten und Europa per Flugzeug angereist, ebenfalls mit Hilfsgütern im Gepäck. Auch eine staatliche Hilfslieferung aus Mexiko traf ein, enthalten sind unter anderem Milch, Bohnen, Reis, Fleisch und Hygieneartikel. „Mexiko und die mexikanische Präsidentin können sich nicht vorstellen, wie viele Kubaner ihrer Präsidentin persönlich für alles danken möchten, was sie in dieser Zeit für Kuba getan hat“, sagte Diaz-Canel.

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