Historischer Schritt

Kuba will sich den USA wirtschaftlich öffnen

Außenpolitik
16.03.2026 19:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das krisengeschüttelte Kuba hat im Zuge des wirtschaftlichen Würgegriffes der USA angekündigt, sich öffnen zu wollen. Kubanischstämmigen Unternehmern sollen geschäftliche Aktivitäten in dem kommunistisch regierten Karibikstaat erlaubt werden.

Kuba sei zu Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen sowie mit „in den USA lebenden Kubanern und ihren Nachkommen“ bereit, sagte Außenhandelsminister Oscar Pérez-Oliva in einem in Havanna geführten und am Montag gesendeten Interview des US-Senders NBC.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag zum wiederholten Male ein Abkommen mit Kuba in Aussicht gestellt – ohne allerdings zu konkretisieren, auf welche Themen sich dieses beziehen soll (siehe Tweet unten).

Am Freitag hatte ihrerseits die kubanische Regierung erstmals Gespräche mit Vertretern der USA zur „Lösung von bilateralen Differenzen“ bestätigt.

In den vergangenen Monaten hatte Trump den Druck auf Kuba massiv erhöht, indem er nach der US-Militärintervention in Venezuela und der Gefangennahme des damaligen dortigen Staatschefs Nicolás Maduro die venezolanischen Öllieferungen in den Inselstaat blockieren ließ. Dies hat die massive Wirtschaftskrise in Kuba weiter verschärft.

Auch große Investitionen sollen erlaubt werden
Außenhandelsminister Pérez-Oliva sagte nun, Kuba wolle durch die Öffnung für Investitionen aus den USA ein „dynamisches unternehmerisches Klima“ schaffen. Erlaubt werden sollten „nicht nur kleine, sondern auch große Investitionen, insbesondere in die Infrastruktur“.

Als Ziel nannte der Minister, dass Schlüsselsektoren der kubanischen Wirtschaft wiederbelebt werden sollten, darunter der Tourismus und der Bergbau. Auch solle das veraltete Stromnetz des Landes modernisiert werden. In Kuba ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu landesweiten Stromausfällen gekommen, die teilweise tagelang andauerten.

US-Wirtschaftsembargo seit 1962
Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo. Durch das Embargo sind US-Investitionen in Kuba bisher weitgehend untersagt.

Kuba wiederum ist mit einem Großteil der kubanischen Gemeinde in den USA bisher verfeindet. Diese politisch einflussreiche Gemeinde hat ihr Zentrum im Süden von Florida, einem bei US-Präsidenten- und Kongresswahlen besonders wichtigen Bundesstaat.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt