GUTEN MORGEN

„Zu viel“ Schellhorn | Wut-Staatsekretär

„Zu viel“ Schellhorn. Wenn Sepp Schellhorn, der Neos-Staatssekretär für Deregulierung, in der Öffentlichkeit auftritt, dann darf man davon ausgehen, dass er für Wirbel sorgt. So auch am Sonntag. Nachdem es um den im Außenministerium(!) angesiedelten Staatssekretär zuletzt eher ruhig geblieben war, trat er am Palmsonntag in der ORF-Pressestunde auf. Und hatte für die beiden Interviewer, „Krone“-Innenpolitikerin Petja Mladenova und ORF-Innenpolitik-Chef Klaus Webhofer nicht nur kleine Palmesel als Geschenke mit, sondern auch Aufreger. Er sprach von „föderalen Exzessen“ und präzisierte seine Idee von der Zusammenlegung der neun Bundesländer auf drei Regionen und der Abschaffung des Bundesrates, der Länderkammer. Dieser sei so konzipiert, dass dort die Landeshauptleute sitzen sollten, was sie aber nicht tun. Schellhorn brachte es auf die Spitze, als er meinte: „Wir haben wie überall von allem zu viel“. Wen wundert es, wenn die Ansagen des Salzburger Wirtes, der es als Neos-Politiker bis auf die Regierungsbank geschafft hat, den Landespolitikern einmal mehr „zu viel“ sind.

Wut-Staatssekretär. Mit Schellhorn und seinem aktuellen Auftritt beschäftigt sich heute auch Claus Pándi in der „Krone“. Er schreibt in seiner Kolumne, der Staatssekretär sei „auf den ersten Blick gar nicht unsympathisch, meistens zu laut, immer irgendwie auffällig, häufig besserwisserisch, manchmal einfach nur streitsüchtig“. Jeder kenne „diese Zeitgenossen, die immer und um jeden Preis auffallen wollen“, die einem „irgendwann auf den Wecker gehen“. Schellhorn sei „eine von diesen Nervensägen“. In seinem früheren Hauptberuf als Hotelier und Wirt auf dem Land in Salzburg habe das nicht wirklich gestört, seine Gäste „aus den vornehmlich schicken Wiener Kreisen“ hätten das Auftreten „des oft grantigen Gastronomen“ amüsant gefunden. Er habe da auch „durchaus vernünftige Sachen über die Schwierigkeiten in der Wirtschaft, mit den Kammern, der trägen Bürokratie und den politischen Zuständen im Allgemeinen“ gesagt. Letztlich habe er es vom Wutwirt im Pongau zum Staatssekretär gebracht. Pándi: „Leider nimmt man ihn mittlerweile nicht mehr ganz ernst.“ Das sei schade, denn es wäre nicht alles falsch, was er sagt. Aber Auftritte als „Wutwirt“ sind eben ganz etwas anderes als solche als Wut-Staatssekretär.

Kommen Sie gut durch den Montag!

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