Iran erlaubte Fahrt

Öltanker aus Thailand passierte Straße von Hormuz

Außenpolitik
25.03.2026 10:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einem Öltanker aus Thailand ist die Durchfahrt durch die vom Iran blockierte Durchfahrt gelungen: Das Außenministerium habe dazu Gespräche mit der Islamischen Republik geführt, die die Passage des Schiffes genehmigt hätte. 

Der Öltanker lag bereits zwei Wochen im Persischen Golf vor Anker. Die thailändische Regierung hatte eingegriffen, um der Besatzung eine sichere Passage durch die Meerenge zu ermöglichen, in der seit Beginn des Iran-Krieges bereits viele Frachtschiffe angegriffen worden waren. 

Keine Zahlung für Durchfahrt notwendig
Eine Zahlung für die Durchfahrt sei nicht nötig gewesen, teilten ein thailändischer Regierungsvertreter und der Ölkonzern Bangchak Corporation, dem das Schiff gehört, am Mittwoch mit.

Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten.
Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten.(Bild: AFP/-)

Der Tanker habe die strategisch wichtige Wasserstraße am Montag nach erfolgreichen Gesprächen zwischen dem thailändischen Außenminister Sihasak Phuangketkeow und dem iranischen Botschafter in Thailand durchfahren. Er habe darum gebeten, dass der Iran bei der Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt helfen könne, sagte Außenminister Sihasak am späten Dienstagabend.

Tanker soll Anfang April in Thailand ankommen
„Der Tanker befindet sich derzeit auf dem Weg über den Indischen Ozean und wird voraussichtlich Anfang April Rohöl nach Thailand liefern“, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Ein weiteres thailändisches Schiff warte noch auf die Genehmigung zur Durchfahrt.

Der Iran hat wegen des Kriegs mit Israel und den USA die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormuz seit dem 2. März weitgehend blockiert. Die Führung in Teheran hat aber auch erklärt, dass Schiffe aus nicht-feindlichen Staaten die Meerenge passieren dürften.

Einigen Tankern mit Lieferungen für Indien und Pakistan wurde die Durchfahrt seither erlaubt. Die sichere Durchfahrt für den thailändischen Tanker erfolgte zwei Wochen, nachdem ein unter thailändischer Flagge fahrender Massengutfrachter in der Meerenge von einem Geschoss getroffen worden war. Dabei brach ein Feuer an Bord aus und zwang die Besatzung zur Evakuierung. Dem thailändischen Außenministerium zufolge werden noch drei Besatzungsmitglieder vermisst.

Etwa 400 Schiffe sollen derzeit vor der Meerenge warten, um durchfahren zu können. Darunter sollen sich 150 Tanker und 120 Masseguttransporter befinden, wie „Bangkok Post“ berichtete.

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