Der Trend zu leichteren Weinen hält ungebrochen an – nicht zuletzt, weil die Promillegrenze von 0,8 relativ schnell erreicht ist. Die Firma Sengl-Pridt ist seit mehr als 50 Jahren für Winzer aus dem In- und Ausland da – und hat eine innovative Anlage in Betrieb.
Mehr als zwei Achterl sollte man sich nicht gönnen, wenn man noch ein Fahrzeug lenken muss. Deshalb verzichten viele mittlerweile überhaupt auf das Glaserl Wein zum Essen. „Was schade ist, weil es gerade in unseren Breitengraden doch einfach dazugehört, einen guten Tropfen zu trinken“, meint Christopher Sengl, Kellereitechniker in dritter Generation. „Vor allem im Sommer möchte man einfach einen leichteren Wein trinken. Da gehen schwere Weine gar nicht“, kennt er das Trinkverhalten der Burgenländer.
Winzer und Konsumenten interessieren sich dementsprechend sehr für das Thema der Alkoholreduktion. „Insbesondere, wie sie den Alkoholgehalt in Qualitätsweinen effizient und qualitativ hochwertig senken können, ist ein Thema“, so Sengl. Auch die Produktion von qualitativ hochwertigen Leichtweinen, sprich mit etwa 7,5 Volumprozent Alkohol, wird aufgrund des positiven aromatischen Geschmacksprofiles immer mehr zum Thema in der Weinbranche.
Problem: Zucker da, Geschmack aber noch nicht
Der Klimawandel bringt es aber mit sich, dass die Traubenreife immer früher eintritt, was dazu führt, dass hohe Alkoholgehalte in Weinen zunehmend zur Norm werden. „Oft ist die Zuckerreife der Trauben nicht gleichzusetzen mit der physiologischen oder aromatischen Reife, die man für einen guten Wein braucht“, weiß der Golser. Heißt: Die Zuckerreife ist längst erreicht, für den Geschmack müssen die Trauben aber noch hängen bleiben. Nachdem Zucker später in Alkohol umgewandet wird, sind schwere Weine vorprogrammiert. Hier kommt die Alkoholreduktionsanlage „GoLow“ ins Spiel.
Wir senken den Alkoholgehalt und holen die Frische des Weines hervor. Der volle Geschmack bleibt dabei erhalten.
Christopher Sengl
Mit der Anlage kann man hochprozentige Weine qualitativ „milder“ machen. „Wir senken den Alkohol, holen die Frische des Weines hervor und der volle Geschmack bleibt“, so Sengl. Mit ihrer „GoLow“-Anlage gewann der Familienbetrieb übrigens gerade den Austrovin Award. Eingereicht in der Kategorie „Kellereitechnik“, wurden sie in der Sparte „Marketing“ zum Sieger gekürt. „Weil sich leichtere Weine einfach besser vermarkten lassen“, so Sengl.
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