Jetzt ist es offiziell, was die „Krone“ bereits vergangene Woche berichtet hatte. Der Goalgetter Niklas Lang verlässt seinen Herzensklub Mattersburg und wechselt zu Sturm Graz! Der 22-Jährige unterschreibt bis 2028 und soll zunächst bei den Jung-Blackies in der 2. Liga den nächsten Schritt machen.
Es war sehr viel Engagement dahinter. Ich habe gespürt, dass sie mich wollen.
Niklas Lang über das Bemühen seines neuen Arbeitgebers
„Sturm war schon immer ein Aushängeschild im heimischen Fußball. Ich bin überglücklich, hier unterschrieben zu haben. Es ist auch eine Bestätigung für meine Leistungen in dieser Saison“, strahlt der gebürtige Pöttschinger. Dass die Grazer großes Interesse an ihm hatten, spürte Lang schon früh. Bereits im Dezember kam es zum ersten Kontakt, absolvierte Niklas kurz später erste Probetrainings bei den „Schwoazn“. „Es war sehr viel Engagement dahinter. Ich habe gespürt, dass sie mich wollen“, erzählt Lang. Den letzten Ausschlag gaben schließlich die Gespräche mit seinem ehemaligen Jugendcoach Christoph Witamwas, der als Co-Trainer beim amtierenden Vizemeister agiert.
Sprungbrett nach oben
Trotz der ganzen Euphorie bleibt Lang am Boden. Seine neue Rolle schätzt der 22-Jährige realistisch ein. „Klar ist, dass ich mich zuerst in der Zweiten beweisen muss. Ich sehe das aber als Sprungbrett. Mit einer guten Saison kann ich es ganz nach oben schaffen.“ Und das soll die Bundesliga sein.
„Noch ein Schritt zu gehen“
Jenen Traum, den er seit Kindheitstagen mit sich trägt. Einmal vor tausenden Fans in der Kurve zu jubeln. Einmal im Rampenlicht des Oberhauses zu stehen. Doch davor wartet noch Arbeit. Spielzeit sammeln, Erfahrung machen, Selbstvertrauen tanken. „Da ist noch ein Schritt, den ich machen muss. Es liegt alleine an mir, wie schnell mir das gelingt.“
„Neustart“ in der Landesliga
Vor drei Jahren schnupperte er bei den Rapid-Amateuren erstmals Zweitliga-Luft. Danach folgte der Schritt zurück in die Landesliga. Für ihn aber eher ein Neustart. „In einem Umfeld, das ich gut kannte, konnte ich mein Potenzial zeigen. Ich denke, ich bin ein gutes Beispiel für viele, wie schnell es im Fußball gehen kann.“ Und dort zerbombte er fast schon die Liga. 26 Tore in 28 Spielen sprechen für sich.
Meistertitel als Abschiedsgeschenk
Dieses Selbstvertrauen wird er auch im Gepäck haben, wenn es erstmals nach Graz-Liebenau geht. Doch bevor das neue Kapitel beginnt, steht noch die Abschiedstour in Mattersburg an. „Ich bin sehr stolz, dass ich das hier miterleben durfte. Und bin unheimlich traurig, diese Persönlichkeiten und Freunde zu verlassen“, so Lang. Der Meistertitel als Abschiedsgeschenk dürfte die Tränen der Mattersburger Fans zumindest ein wenig schneller trocknen lassen...
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