Förderungs-Stopp

Kindergartenpersonal: Land rechtfertigt Vorgehen

Vorarlberg
26.03.2026 12:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Nach Kritik der Opposition am Vorgehen der Vorarlberger Landesregierung in Sachen Kindergartenpersonal wehrt sich die angegriffene Landesrätin Barbara Schöbi-Fink: Gekürzt würden Förderungen nur bei überproportional besetzten Kindergärten. 

Sowohl die Sozialdemokraten als auch die Grünen schlugen jüngst Alarm, als bekannt wurde, dass das Land bei der Förderung von Kindergartenpersonal auf die Bremse steigen will. Nun rechtfertigte sich die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP): Die vorläufigen Zahlen der jährlichen Statistikerhebung würden zeigen, dass die Kinderanzahl in den Kindergärten im Vergleich zum Vorjahr um 55 Kinder und die wöchentlichen Anwesenheitsstunden der Kids um insgesamt rund 2100 Stunden gesunken sind. Gleichzeitig sei der Personaleinsatz – gesamthaft betrachtet – um rund 2100 Stunden pro Woche gestiegen, was mehr als 50 Vollzeitäquivalenten entspreche. Das ermögliche einen Betreuungsschlüssel von durchschnittlich 1:5. „Ein Wert, der im Bundesländervergleich und aus pädagogischer Sicht als sehr gut gilt“, heißt es dazu vom Land. Die durchschnittliche Gruppengröße liege somit aktuell bei 16,8 Kindern und damit deutlich unter der maximalen Gruppengröße von 23 Kindern (ausgenommen Inklusionsgruppen). 

Angesichts sinkender Geburtenraten und der Tatsache, dass das Land – inklusive Bedarfszuweisungsmittel – zwischen 60 und 90 Prozent der Betreuungspersonalkosten trägt, sei eine maßvolle Steuerung der Fördermittel erforderlich, lässt Schöbi-Fink wissen. In den vergangenen Tagen wurden 20 Gemeinden, die einen überproportionalen Personaleinsatz aufweisen, darüber informiert, dass zusätzliches Personal nicht mehr gefördert werden kann. „Dabei wird jede Situation sorgfältig und differenziert geprüft. Die Einstellung weiteren Personals steht den Gemeinden selbstverständlich offen, eine Landesförderung dafür erfolgt jedoch nicht“, sagt die Landesrätin. 

Die rote Bildungssprecherin Manuela Auer kritisierte, dass bereits jetzt schon 70 Prozent der Elementarpädagoginnen mit den vorherrschenden Bedingungen in den Betreuungseinrichtungen unzufrieden wären und deshalb über einen Jobwechsel nachdenken würden. Sie fordert einen Ausbau des Kinderebtreuungsbereichs und erhofft sich vom Land, dass es die Kürzungen zurücknimmt. Ähnlich die Kritik der Grünen: „Der Druck auf das System wird steigen. Gerade jetzt beim Personal zu kürzen, ist völlig verantwortungslos. Es braucht mehr Fachkräfte – nicht weniger“, erklärte Bildungssprecherin Hammerer. Nur so könnten die Kleinen gut auf die Volksschule und ihren weiteren Bildungsweg vorbereitet werden. 

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