Mit den Kopfsteinpflaster-Rennen in Belgien startet die Klassiker-Saison so richtig, demnächst stehen mit der Flandernrundfahrt und Parix-Roubaix zwei große Monumente an. Für den Klagenfurter Radprofi Marco Haller sind Attacken die einzige Chance auf Spitzenergebnisse. Im Fahrerfeld geht‘s aktuell wild zu: „Die Risikobereitschaft ist hoch!“ Das führt zu Stürzen.
Fast jede Woche gibt’s im Radsport neue Verletzte durch Stürze und schwerwiegende Ausfälle für die Teams. „Es wird im Feld immer wilder und stressiger. Viele fahren mit dem Messer zwischen den Zähnen, nehmen viel Risiko“, sagt der Klagenfurter Marco Haller, der fürs Team Tudor Pro Cycling fährt. Erst kürzlich gab‘s bei der vierten Etappe der Rundfahrt Paris-Nizza einige Stürze, insgesamt erreichten zwölf Fahrer das Ziel an diesem Tag nicht.
Zwei Teamkollegen fallen aus
Haller selbst hat es kürzlich beim Halbklassiker „Omloop Nieuwsblad“ erwischt – bei einem Sturz bei 60 km/h zog der Routinier sich Hautabschürfungen zu. „Ich bin aber sogar noch ins Ziel gefahren.“ Schlimmer erging es seinen Teamkollegen: Beim selben Rennen erlitt der Schweizer Stefan Küng einen Oberschenkel-Bruch. Der Deutsche Marius Mayrhofer hatte sich bei der Tour Down Under im Jänner das rechte Schlüsselbein, das Schulterblatt und mehrere Rippen gebrochen. Damit fallen beide Asse für die Klassiker-Saison aus.
Es wird im Feld immer wilder und stressiger. Viele fahren mit dem Messer zwischen den Zähnen, nehmen viel Risiko.
Radprofi Marco HALLER
Große Klassiker warten
Und mit den Kopfsteinpflaster-Klassikern in Belgien und Frankreich warten jetzt erst einige berüchtigte Rennen. Am Freitag fährt Haller den „E3-Classic“, am Sonntag Gent-Wevelgem – danach folgen mit der Flandernrundfahrt und Paris-Roubaix zwei der großen Monumente.
Trentin in Topform
Das heißeste Eisen bei Tudor Pro Cycling ist der Italiener Matteo Trentin, der zuletzt Neunter bei Mailand-Sanremo war, in seiner Karriere auch schon drei Etappen bei der Tour de France gewonnen hat. Haller: „Er wird mit seinen 36 Jahren immer besser, fährt auf allerhöchstem Niveau. Für mich ist er ein Vorbild – er ist zwei Jahre älter, bekommt aber Familie und das Radfahren super unter einem Hut, davor hab ich großen Respekt.“
Attacken als Chance
Realistisch gesehen sind bei den großen Klassikern aber die Stars wie Tadej Pogacar (Slo), Mathieu van der Poel (Hol) Wout van Aert (Bel) und Thomas Pidcock (Eng) die Favoriten. Haller: „Daher sind Attacken unsere Chance zum Erfolg. Es bringt nichts, im Feld zu warten, bis du abgehängt wirst.“
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