Viele Jahre lang hatte Velden mit dem Schickimicki-Image zu kämpfen. Das sorgte oftmals dafür, dass sich Ottonormalverbraucher nach einer anderen Urlaubssituation umschauten. Doch das ist vorbei: Mit vielen Events locken Tourismusverband und Betriebe wieder mehr Leute an das Westufer des Wörthersees.
Velden ist bei Gästen und Einheimischen gefragt wie schon lange nicht mehr. „Die Prognosen für heuer sind erfreulich, wir rechen mit 500.000 Nächtigungen“, strahlt Tourismuschef Hannes Markowitz.
„Vor vier Jahren sind wir Unternehmer aufgestanden uns haben uns zusammengetan. Mittlerweile sind 85 Betriebe beim Klub und die Zahl wächst. Wir sprechen den ganzen Wörthersee an“, ergänzt Renate Wrann, die in drei Hotels auf eine 200 Jahre alte Familientradition zurückblicken kann.
Volle Betten und gute Zahlen
„Wir Unternehmer tragen die wirtschaftliche Verantwortung; das Pferd ist richtig gesattelt“, sagt Wrann. „Wir waren im Seehotel schon im Mai ausverkauft. Es gibt 111 Zimmer, 100 Zimmer buchte allein die Tuning-Szene, die 30.000 Besucher hatte. Sie sind mit dem Angebot sehr zufrieden. Auch der Frauenlauf war mit 1400 Teilnehmern ausverkauft, die Wörthersee-Cocktail-Week brachte 3500 Nächtigungen. Die Politik mit der neuen Bürgermeisterin Margit Heissenberger ermöglicht es uns viel umzusetzen.“
Auch zu Pfingsten geht es rund. Beim „Bubbles at the Lake“ gibt es vier Tage Festivalstimmung, auf sechs Bühnen treten Künstler auf. Auch der neue Vintage Market sowie der Kicker-Velden-Cup mit 25 Teams in der Waldarena präsentiert die Region als Eventdestination.
Jede Menge Events stehen noch an
Und Velden ist erst am Saisonbeginn, noch viele Höhepunkte stehen bevor. Vom Sportwagenfestival (15. bis 21. Juni), der Fete Blanche Ende Juli, wo es eine ganze Woche lang mehrere Events gibt, bis um Wörthersee-Marathon im Herbst. Das Highlight im Winter ist der Weihnachtsmarkt, der 100.000 Besucher anzieht.
Beim Tourismus gibt es jetzt die große Reform. Kärnten als vielleicht schönstes Bundesland hat rückläufige Zahlen und hinkt in der Statistik hinterher. Das soll bald vorbei sein. Im Sommer locken die vielen Seen. „Wir brauchen vor allem die richtige Infrastruktur für die neue Mobilität“, weiß Markowitz. „Velden zieht mit.“
Kein Leerstand in Velden
„Viele Österreicher kommen mehrmals im Jahr“, sagt die Unternehmerin. Und: „Sie lassen den Ort leben. Es gibt eine hohe Auslastung, volle Gastgärten und eine spürbar starke Frequenz im Ort. Wir haben nicht einmal einen Leerstand in Velden“, sagt Markowitz stolz.
Hoffung auf ein neues Luxushotel
Ein Hoffnung hat der Tourismus. „Die Auslastung im Schlosshotel Falkensteiner war fantastisch. Auch Luxushotels sind bei uns voll. Vielleicht ist ein Tophotel wie Kempinski interessiert, sich auch in Velden niederzulassen. Der Wörthersee ist eine tolle Bühne. Das wäre der nächste Schritt“, sagt Wrann.
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