SPÖ-Umfrage

Doskozil fest im Sattel: 63 Prozent bei Direktwahl

Burgenland
24.03.2026 19:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Eine von der SPÖ in Auftrag gegebene Umfrage zeichnet ein Jahr nach dem Start von Rot-Grün im Burgenland ein klares Bild: Die Sozialdemokraten bleiben klar die stärkste politische Kraft im Land, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil der mit Abstand beliebteste Politiker. Auch FPÖ- und ÖVP-Wähler zeigen große Zustimmung für die Regierungsarbeit.

In der Sonntagsfrage liegt die SPÖ mit 46 Prozent auf dem Niveau der Landtagswahl 2025 (46,4 Prozent) und damit höher als FPÖ (24 Prozent) und ÖVP (20 Prozent) zusammen. SPÖ-Klubobmann Roland Fürst sieht das Ergebnis „als Bestätigung und noch mehr als Auftrag“. Durchgeführt wurde die Erhebung im März vom Institut Public Opinion Strategies von Peter Hajek (802 Befragte, Schwankungsbreite plus/minus 3,5 Prozentpunkte).

Die Sonntagsfrage zeigt: Die SPÖ ist mit 46 Prozent stärker als FPÖ und ÖVP zusammen.
Die Sonntagsfrage zeigt: Die SPÖ ist mit 46 Prozent stärker als FPÖ und ÖVP zusammen.(Bild: Krone KREATIV/Manfred Weiss, Reinhard Judt, Parlamentsdirektion/Thomas Topf, NEOS)

Direktwahl: Doskozil macht acht Prozentpunkte seit 2024 gut
Auch die Parteichefs wurden abgefragt: Bei einer Direktwahl käme Landeshauptmann Doskozil demnach auf 63 Prozent und läge damit klar vor seinen politischen Mitbewerbern. Christoph Zarits (ÖVP) würde 14 Prozent erreichen, Alexander Petschnig (FPÖ) zwölf, Anja Haider-Wallner (Grüne) neun und Christoph Lach (NEOS) zwei Prozent. Laut SPÖ entspricht der Wert von Doskozil einem Plus von acht Prozentpunkten seit Oktober 2024. Im Vergleich zu 2020 liegt Doskozil jedoch deutlich darunter. Damals lag seine Zustimmung in der Direktwahl noch bei 76 Prozent.

Auch die Arbeit der Landesregierung wurde bewertet: rund 57 Prozent äußern sich positiv.

FPÖ- und ÖVP-Wähler mit großer Zustimmung zu Regierungsarbeit
Zustimmung komme auch aus anderen politischen Lagern, wo 36 Prozent der FPÖ- und 27 Prozent der ÖVP-Wähler sagen, dass die Regierung sehr gute oder gute Arbeit leiste. „Dass auch die Zusammenarbeit mit den Grünen so positiv gesehen wird, zeigt, dass konstruktive und lösungsorientierte Politik im Burgenland funktioniert“, sagt Fürst.

Doskozil genießt größeren Vertrauensbonus als „Babler-SPÖ“
Auffällig laut SPÖ sei auch, dass die „Babler-SPÖ“ bei einer Nationalratswahl nur auf 23 Prozent käme. „Die 46 Prozent im Burgenland zeigen, dass hier klar differenziert und die gute Arbeit der Landesregierung mit Landeshauptmann Doskozil an der Spitze wahrgenommen und honoriert wird“, erklärt Fürst. Zum Vergleich verweist die burgenländische SPÖ auf die Stimmung im Bund: Während im Burgenland 67 Prozent den eingeschlagenen Kurs unterstützen, sehen österreichweit nur 24 Prozent das Land auf dem richtigen Weg. Für Fürst ein Indiz, dass der burgenländische Kurs mehr auf Zustimmung stößt.

Zwischen großem Vertrauen und wachsender Sorge
Mehrheit bewertet in Umfrage die Gesundheitsversorgung als positiv, großen Rückhalt gibt es auch für den Spitalskurs

Im Zuge der von der SPÖ in Auftrag gegebenen Umfrage wurde auch die medizinische Versorgung im Burgenland abgefragt. 61 Prozent bewerten diese als gut oder sehr gut, gleichzeitig sehen 37 Prozent die Versorgung als eher oder sehr schlecht.

Gesundheit zählt laut Erhebung zu den wichtigsten Themen im Land, ebenso wie Teuerung sowie Zuwanderung und Grenzschutz. „Die Umfrage macht deutlich, welche Themen für die Bevölkerung besonders wichtig sind“, sagt SPÖ-Klubobmann Roland Fürst. „Genau hier setzen wir unsere politischen Schwerpunkte.“

Wie gut funktioniert derzeit die medzinische Versorgung in Ihrer Region? Diese Frage wurde im ...
Wie gut funktioniert derzeit die medzinische Versorgung in Ihrer Region? Diese Frage wurde im Zuge der Umfrage ebenfalls gestellt. Die Meinungen gehen auseinander.(Bild: Diverse Fotografen honorarfrei)

54 Prozent der Befragten gaben auch an, Vertrauen in die Landespolitik bei der Sicherung der Gesundheitsversorgung zu haben. Fürst spricht in diesem Zusammenhang von einem „klaren Auftrag“, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und die Versorgung langfristig abzusichern.

Deutlich ist die Zustimmung bei den Spitalskapazitäten: 86 Prozent unterstützen die burgenländische Position. „Die breite Unterstützung zeigt, dass wir hier im Interesse der Bevölkerung handeln“, so Fürst. Auch in anderen Bereichen zeigt sich eine positive Bewertung: 87 Prozent seien mit ihrer Wohnsituation zufrieden. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen bringen“, sagt Fürst.

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