Der Spritpreis belastet die heimischen Geldbörsen massiv. Alleine in Niederösterreich, dem Pendlerland Nummer eins, fahren 540.000 Menschen zur Arbeit – viele von ihnen mit dem Auto. Kommt heute die dringend notwendige Entlastung?
Jeder Cent zählt! Die von der Bundesregierung geplante gesetzliche Senkung der Spritpreise um 10 Cent würde in Niederösterreich eine durchschnittliche Entlastung von rund 100 Euro pro Haushalt bedeuten. In Summe schlägt sich die Reduktion in ganz Niederösterreich mit 75 Millionen Euro Ersparnis pro Jahr zu Buche. Denn von den 700.000 blau-gelben Haushalten werden innerhalb von zwölf Monaten rund 750 Millionen Liter getankt.
„Den Menschen das Leben erleichtern“
Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP) sieht die staatlich geplante Preissenkung als ersten wichtigen Schritt: „Die Umsetzung der von mir erhobenen Forderung nach einer Senkung der Treibstoffsteuern wäre ein wichtiger Beitrag, weitere müssen folgen. Ich kämpfe für jede Entlastung, um das Leben wieder leichter zu machen. Preisdämpfende Maßnahmen wirken zudem auch inflationsdämpfend. Gleichzeitig müssen wir die Energie-Unabhängigkeit von Russland und dem arabischen Raum weiter konsequent erhöhen.“
„Haushalte und Betriebe schützen“
Die Sozialdemokraten wollen ebenso rasch die Benzin- und Dieselpreise dämpfen. SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll meint dazu: „Auch wenn Österreich noch nicht direkt von Lieferstopps betroffen ist, wirken sich die höheren Weltmarktpreise auf die Energiepreise hierzulande aus. In solchen Situationen braucht es einen klaren politischen Mechanismus, der den Preisanstieg begrenzt und Haushalte wie Betriebe schützt.“
FPÖ stimmt nicht mit, kritisiert Regierung
Anders rechnet FPÖ-Landesobmann Udo Landbauer: „Nicht die Autofahrer sind das Problem, sondern diese unfähige Bundesregierung. Anstatt sich schützend vor die Bevölkerung zu stellen, wird die Verantwortung einmal mehr auf die Menschen abgeschoben.“
Es bleibt jedenfalls spannend: Heute, Mittwoch, könnte die Spritpreisreduktion mit Zustimmung der Grünen im Parlament in Wien beschlossen werden. Bauerbund-Chef Pernkopf und NÖ-AAB-Chefin Christiane Teschl-Hofmeister appellierten jedenfalls nochmals an die Öko-Partei, die Preisreduktion mitzutragen...
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