Orbán-Herausforderer

Aufreger: Spitzenpolitiker zum Drogentest in Wien

Außenpolitik
24.03.2026 19:30

Sex, Drogen, Video – in der Affäre um pikante Aufnahmen in einer Wohnung in Budapest geht Orbán-Herausforderer Péter Magyar in die Offensive. Der ungarische Oppositionsführer und mögliche neue Ministerpräsident in unserem Nachbarland ließ bei einem Suchtgifttest in einem Wiener Medizinzentrum Haare.

Am 12. April entscheiden rund 8,3 Millionen Ungarn bei der Parlamentswahl über den künftigen Kurs in Europa bzw. zu Russland. Seit 2010 regiert Viktor Orbán unser Nachbarland ununterbrochen und ist damit dort der längstdienende Ministerpräsident. Erstmals könnte es aber nun für den Macht-Politiker eng werden. Denn Oppositionsführer Péter Magyar gilt als aussichtsreicher Gegenkandidat, führt eigentlich in allen Umfragen.

Er will einstiges Idol vom Thron stürzen
Der 45-Jährige hat vor zwei Jahren mit Orbáns Fidesz-Partei gebrochen und könnte sein früheres Idol nach 16 Jahren vom Thron stoßen. Im Finale wird der Wahlkampf jedenfalls immer schmutziger. Magyar machte im Februar öffentlich, mit einem (noch nicht gezeigten) Sexvideo erpresst zu werden – und erstattete Anzeige.  „Ich werde mich weder erpressen noch bedrohen lassen!“

Bei den pikanten Aufnahmen in einer Budapester Wohnung geht es neben körperlicher Intimität mit seiner damaligen Freundin auch um Drogenverdacht. So sei Kokain am Wohnzimmertisch gelegen, das später angeblich auch seinen Weg aufs Nachtkästchen im Schlafzimmer fand.

Suchtgiftmissbrauch ein halbes Jahr zurück beweisbar
Jetzt geht der Spitzenpolitiker in die Offensive. Am Sonntag ließ er sich für ein knapp vier Minuten langes Video werbewirksam vor und in einem Ärztezentrum bei der bekannten Gourmetmeile am Naschmarkt in Wien filmen. Samt Posting in seinen sozialen Medien.

Bei dem brisanten Besuch ging es um einen ärztlich überwachten Drogentest. Indem Péter Magyar Haare lässt, will er belegen, keinerlei Drogen oder andere berauschende Substanzen zu sich zu nehmen und mit – wie er sagt – „russischen Methoden“ – aufräumen. Der Nachweis dafür geht übrigens sechs Monate zurück. Das Ergebnis will der ungarische Spitzenpolitiker noch vor der Wahl kommenden Sonntag in zwei Wochen veröffentlichen.

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