Harnoncourt-Nachfolge

Königswieser und Lukas werden neue Spitalschefs

Oberösterreich
24.03.2026 12:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Weißer Rauch über dem Linzer Kepler-Klinikum und den Spitälern der OÖ-Gesundheitsholding: Nach dem Abgang von Franz Harnoncourt ist jetzt fix, wer die wichtigsten Posten im oö. Gesundheitswesen übernimmt. Wie von der „Krone“ von Beginn an berichtet, übernehmen Tilman Königswieser und Ex-Rektor Meinhard Lukas die wichtigen Managementaufnahmen. 

In den vergangenen Monaten ging es im OÖ-Gesundheitswesen mehr als turbulent zu: Das Kepler-Uniklinikum geriet in die Schlagzeilen, weil einer Patientin nach einer falschen Krebsdiagnose die Gebärmutter entfernt wurde, zudem gab es viel Kritik am Spital wegen fehlender Kapazitäten und langen Wartezeiten auf Operationen. 

In der OÖ Gesundheitsholding war die Situation nicht recht viel besser: Dort wurde ein Arzt fälschlicherweise beschuldigt, zwei Patienten beim Sterben nachgeholfen zu haben. In Rohrbach starb eine Frau (55), weil es nach einer schweren Diagnose keinen Platz in einem anderen Spital gab und somit kein Weitertransport möglich war. 

Tilman Königswieser, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Gesundheitslandesrätin Christine ...
Tilman Königswieser, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander und Meinhard Lukas bei der Präsentation.(Bild: Robert Loy)

Für einen Teil dieser Vorfälle übernahm OÖG- und KUK-Chef in Personalunion, Franz Harnoncourt, die Verantwortung und legte am 17. November beide Ämter zurück. Gesundheitsreferentin und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander veranlasste eine Neuausschreibung für die Führung von KUK und OÖG, die künftig aber getrennt voneinander arbeitet. 

Zwei Nachfolger
Das heißt konkret: Für Harnoncourt gibt es zwei Nachfolger, durchgesetzt haben sich die von Beginn an genannten Favoriten: Das renommierte Kepler-Uniklinikum Linz übernimmt Meinhard Lukas, in dessen Amtszeit als Rektor der JKU die Gründung des Spitals fiel, ab 1. Juni. An die Spitze der Oberösterreichischen Gesundheitsholding kommt Tilman Königswieser, der in diesem Verband kein Unbekannter ist. Er übernimmt bereits nach Ostern.

Der Arzt leitete das Salzkammergut-Klinikum mit seinen drei Standorten Vöcklabruck, Gmunden und Bad Ischl. Kein Unbekannter ist Königswieser auch in der Landeshauptmann-Partei ÖVP: Er ist als Gemeinderat Mitglied der ÖVP, war zuvor immer wieder als Vertrauter von Haberlander in Krisenstäbe eingebunden (etwa in der Coronazeit). Auf seine Expertise wurde auch bei strategischen Weiterentwicklungen gezählt. So gilt Königswieser als einer der Mit-Architekten der Spitalskooperation mit der Steiermark. In Ischl werden künftig auch Patienten aus dem Ausseerland behandelt, wofür Geld aus dem Nachbarbundesland nach OÖ fließt. 

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