Der Immobilienmarkt hat sich im abgelaufenen Jahr – nach der Abkühlungsphase 2023 und 2024 – wieder erholt. „Waren beispielsweise 2023 noch in mehr als der Hälfte der Bezirke fallende Preise an der Tagesordnung, stiegen 2025 in acht von zehn untersuchten Regionen die Angebotspreise wieder“, berichtete die Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben.at, Judith Kössner.
Es wurden 230.000 Inserate von Eigentumswohnungen auf der Immo-Plattform ausgewertet. Dabei zeigten sich massive Preisausschläge nach oben, aber auch nach unten. Österreichweit am stärksten nachgegeben haben die Quadratmeterpreise in Oberwart (Burgenland), mit einem Rückgang von 17,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor auf durchschnittlich 1856 Euro.
Dahinter folgten Tulln (Niederösterreich) mit einem Minus von 14 Prozent auf 4724 Euro sowie Oberpullendorf (Burgenland) mit minus 12,5 Prozent auf 2631 Euro, Leoben (Steiermark) mit minus 9,6 Prozent auf 1779 Euro und Neunkirchen (Niederösterreich) mit minus 6,1 Prozent auf 2222 Euro.
St. Pölten um gut ein Drittel teurer
Zu kräftigsten Teuerungen bei Wohnungen kam es indes in St. Pölten (NÖ) mit einem Preisanstieg von 35,4 Prozent auf im Schnitt 3359 Euro pro Quadratmeter, in Gmunden (OÖ) mit plus 27,8 Prozent auf 5855 Euro, Freistadt (OÖ) mit plus 27,6 Prozent auf 4286 Euro, Krems Land (NÖ) mit plus 26,6 Prozent auf 4210 Euro, Wiener Neustadt Land (NÖ) mit plus 24 Prozent auf 3242 Euro und Dornbirn (Vorarlberg) mit plus 23,4 Prozent auf 6190 Euro.
Um rund ein Fünftel teurer wurden weiters Rohrbach (OÖ) mit plus 22,1 Prozent auf 3927 Euro, Eisenstadt mit plus 21,8 Prozent auf 3480 Euro, Villach (Kärnten) mit plus 21,1 Prozent auf 4.936 Euro und Gänserndorf mit plus 20,7 Prozent auf 4199 Euro.
Murtal und Lilienfeld am günstigsten
Die österreichweit günstigsten Wohnungen gab es in Murtal (Steiermark) mit 1481 Euro pro Quadratmeter (plus 2,6 Prozent), Lilienfeld (Niederösterreich) mit 1585 Euro (minus 2,2 Prozent), Güssing (Burgenland) mit 1649 Euro (plus 0,7 Prozent), Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark) mit 1688 Euro (minus 1,8 Prozent) und Leoben (ebenfalls Steiermark) mit 1779 Euro (minus 9,6 Prozent).
Mit Quadratmeterpreisen unter 2000 Euro fündig wurde man weiters in Oberwart (Burgenland) mit durchschnittlich 1856 Euro (minus 17,2 Prozent), Zwettl (NÖ) mit 1891 Euro (minus 1,6 Prozent) sowie Horn (ebenfalls NÖ) mit 1939 Euro (plus 9,3 Prozent).
Höchstpreise in Wien und Kitzbühel
Höchstpreise im fünfstelligen Bereich pro Quadratmeter wurden nur in Wien-Innere Stadt mit 13.718 Euro und erstmals auch in Kitzbühel (Tirol) mit 10.056 Euro verlangt. Zu den teuersten Pflastern in Österreich gehörten weiters die Wiener Bezirke Wieden (8618 Euro), Neubau (8068 Euro), Döbling (7974 Euro), Alsergrund (7954 Euro), Mariahilf (7554 Euro), Hietzing (7491 Euro), Währing (7447 Euro), Josefstadt (7285 Euro), Leopoldstadt (7121 Euro) und Landstraße (7093 Euro).
„Alle Landeshauptstädte und so gut wie alle Bezirke in Wien haben sich 2025 preislich nach oben entwickelt“, teilte Kössner mit. Das galt nicht für die Wiener Gemeindebezirke Döbling (19. Bezirk) mit einem Preisrückgang von durchschnittlich 1,5 Prozent, Leopoldstadt (2. Bezirk) mit minus 0,9 Prozent und Innere Stadt (1. Bezirk) mit minus 0,7 Prozent.
Bundeshauptstadt großteils teurer
In Wien am stärksten verteuert haben sich Wohnungen in Liesing (23. Bezirk) mit einem Anstieg der Angebotspreise um 18,9 Prozent auf durchschnittlich 5874 Euro pro Quadratmeter. Gleich dahinter folgten Margareten (5. Bezirk) mit einem Plus von 18,5 Prozent auf 6963 Euro, Mariahilf (6. Bezirk) mit plus 15,5 Prozent und Hietzing (13. Bezirk) mit plus 14,3 Prozent.
Um jeweils 13,3 Prozent legten die Angebotspreise in Alsergrund (9. Bezirk), Wieden (4. Bezirk) und Landstraße (3. Bezirk) zu. Zweistellige Prozentanstiege gab es weiters in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) mit einem Plus von 12,9 Prozent auf 5487 Euro je Quadratmeter, Brigittenau (20. Bezirk) mit plus 12,1 Prozent auf 5474 Euro und Neubau (7. Bezirk) mit plus 10,7 Prozent.
Der geringste Preisanstieg in der Bundeshauptstadt wurde in Währing (18. Bezirk) mit plus 1,4 Prozent, Penzing (14. Bezirk) mit plus 2,6 Prozent auf 5737 Euro, Favoriten (10. Bezirk) mit plus 3,1 Prozent auf 5140 Euro und Josefstadt (8. Bezirk) mit plus 4,1 Prozent verzeichnet. In den restlichen Bezirken verteuerten sich die Wohnungen zwischen rund 5 und 10 Prozent.
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