Traurig, aber wahr: Die Immobilienpreise werden heuer laut Raiffeisen-Prognose um etwa 2,5 Prozent steigen – und damit stärker als 2025. In Wien erwarten die Bankökonomen einen stärkeren Preisanstieg als im Österreich-Schnitt.
Nach der Immobilien-Preiskorrektur 2022 bis 2024 geht Raiffeisen Research heuer von einem stärkeren Immo-Preisanstieg als 2025 aus. „Die Zeit sinkender Immobilienpreise in Österreich ist vorbei“, nahm sich der Raiffeisen-Research-Ökonom Matthias Reith in einer Aussendung kein Blatt vor den Mund. Wohneigentum sei zwischen dem 3. Quartal 2022 und dem 4. Quartal 2024 um fünf Prozent billiger geworden. Die Immobilienpreise dürften 2025 nun österreichweit um 0,9 Prozent nach oben geklettert sein, so Reith.
Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Raiffeisen Research und Raiffeisen Immobilien haben den Wiener Immobilienmarkt genauer unter die Lupe genommen und erwarten, dass die Immobilienpreise heuer in Wien stärker steigen als im österreichweiten Durchschnitt.
Fertigstellungszahlen bei Wohnungen sinken
Gestiegene Einkommen und rückläufige Fertigstellungszahlen bei leicht wachsender Bevölkerung würden laut Raiffeisen für steigende Preise sprechen. Einen positiven Schub erhielt der heimische Immobilienmarkt neben EZB-Zinssenkungen auch durch das Auslaufen der KIM-Verordnung, die strengere Regeln für die Kreditvergabe in Österreich vorgab. Die EZB senkte im Vorjahr die Leitzinsen in mehreren Schritten von 3,15 auf 2,15 Prozent. Marktbeobachter erwarten von der EZB keine weiteren Zinssenkungen. „Die Kreditzinsen bleiben damit spürbar höher als vor der Zinswende“, so der Raiffeisen-Research-Chefanalyst Gunter Deuber. Mittelfristig ist nach Einschätzung von Deuber eher mit Aufwärtsdruck bei den Leit- und Kapitalmarktzinsen zu rechnen.
Die Raiffeisen Stadtbank Wien verzeichnete 2025 ein größeres Interesse an privaten Immobilienfinanzierungen. „Besonders bei Sanierungen und Modernisierungen sehen wir eine wachsende Nachfrage, da Neubauprojekte in Wien weiterhin knapp sind“, so der Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Martin Hauer, in einer Aussendung. Das Stadtbank-Wohnbaukreditvolumen für Privatkundinnen sei mit 2,5 Milliarden Euro am Jahresende 2025 um vier Prozent höher gelegen als Ende 2024.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.