Vor einem Jahr hat die schwarz-blaue Landesregierung das Projekt der Community Nurses in den Gemeinden gestrichen. Jetzt gibt es einen Rückzieher. Die lokalen Pflegekräfte sollen doch wieder eingesetzt werden, diesmal will aber das Land das Projekt federführend aufsetzen.
„Wir werden das Thema Community Nurses noch einmal angehen“, verkündete Sozial-Landesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) am Donnerstag nach der Sitzung der Landesregierung. „Diesmal aber gscheid“, fügte er hinzu. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) noch das Aus für das Pflegeberatungs-Projekt verkündet. Schon zuvor waren zahlreiche Stellen gestrichen worden.
Jetzt soll das Projekt, das zuvor in den Gemeinden lief, über das Land wiederbelebt werden. Fürweger will dafür Anleihen in Niederösterreich nehmen, wo es das System der Acute Community Nurses gibt. Dabei rücken diplomierte Pflegekräfte in Haushalte und Seniorenwohnhäuser aus.
Anders als bisher soll es dabei aber nicht nur um Beratung gehen. Die ausgebildeten Pfleger sollen auch aktiv werden, etwa mit Wundversorgung oder Katheterwechsel. Nach einer Ermächtigung sollen sie auch Medikamente verabreichen können. Das soll helfen, Krankentransporte zu sparen.
„Das spart auch bare Münze im System: In Salzburg haben im Vorjahr Rettungstransporte 18,3 Millionen Euro gekostet. Wenn wir hier 20 Prozent einsparen, wäre dieses System voll ausfinanziert“, erklärt Fürweger. Nach dieser Rechnung wären Kosten von 3,5 bis 4 Millionen Euro jährlich zu erwarten. Der Neustart für das Projekt ist für Anfang 2028 geplant.
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