Der einzige Jugendtreff im Lungau ist nur noch bis Ende Juni offen. Dann sperrt das „Timeout“ in Tamsweg, das im Schulzentrum untergebracht ist, zu. Die Nachfrage sei überschaubar, heißt es. Es soll aber eine Zukunftslösung für den Bezirk geben.
Beim Jugendtreff „Timeout“ in Tamsweg ist die Zeit bald abgelaufen. Der Vertrag mit dem Hilfswerk, das das Freizeitangebot für die Jugendlichen gestaltete, läuft nur noch bis Ende Juni, wie Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger (ÖVP) bestätigt. Damit sperrt das letzte verbliebene Jugendzentrum im Bezirk seine Türen zu.
Über Nachfolgelösung wird derzeit noch diskutiert
„Wir sind im Austausch mit der Gemeinde Tamsweg, um mögliche Perspektiven im Bezirk zu besprechen“, heißt es dazu vom Hilfswerk. Die Nachfrage sei mit rund 15 regelmäßigen Besuchern überschaubar gewesen, so der Ortschef über Motive für die Schließung. Zu groß ist die „Konkurrenz“ aus der sehr lebendigen Lungauer Vereinsszene. Auch die neueste Jugendstudie von Land und Akzente belegt das: Rund jeder zweite Salzburger zwischen 12 und 20 Jahren ist bei einem Verein aktiv, allen voran sind es Sportverbände, aber auch Brauchtumsvereine und Einsatzorganisationen.
Außerdem seien die Räumlichkeiten im Schulzentrum nicht ideal. Ortschef Pfeifenberger setzt sich aber ebenso für eine neue Lösung ein: „Es ist keine Sackgasse. Wir werden das Angebot neu aufstellen.“ Im Jahr geht es um Kosten von rund 50.000 Euro. Das soll künftig nicht nur bei Tamsweg hängen bleiben.
Jugendstudie: Gute Noten für Heimatgemeinden
In der neuen Salzburger Jugendstudie mit knapp 4000 Teilnehmern ist das Bild klar: Die junge Generation hat eine solide Werthaltung, setzt auf Familie und Freunde und fühlt sich zu Hause wohl. 77 Prozent geben ihrer Heimatgemeinde ein gutes Zeugnis. Beruhigend: Trotz sozialer Medien ist der Jugend immer noch der persönliche Kontakt am wichtigsten. Freundschaften und soziale Beziehungen sind für sie der zentrale Anker im Alltag.
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