Sparzwang zum Trotz

Noch mehr Geld für die Familienleistungen ab 2028

Innenpolitik
21.03.2026 19:55

Trotz deutlicher Kritik der „Budgetwächter“ bleibt der Bonus für Familien aufrecht – und mehr noch: Fleißige Eltern sollen ab dem Jahr 2028 noch stärker vom Staat profitieren, wie ÖVP-Familienministerin Claudia Bauer in der „Krone“ klarstellt.

Die Diskussion kommt zur Unzeit, wird genau deshalb scharf geführt – und eigentlich gleich auch wieder beendet. Denn während aktuell das nächste Doppelbudget geschnürt werden muss und der Spardruck dabei bekanntlich wächst, sind just die staatlichen Steuerentlastungen für Familien ins Zentrum der politischen Debatte gerückt.

Badelt regte Kürzungen an
Ausgelöst wurde diese von Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrats und früherer Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO. Der Ökonom gilt als eine der zentralen Stimmen in Budgetfragen und hat auf die Einhaltung der Fiskalregeln zu pochen sowie auf langfristige Finanzierbarkeit hinzuweisen. In diesem Zusammenhang brachte „Budgetwächter“ Badelt eben auch den Familienbonus Plus als mögliche Stellschraube ins Spiel – zumindest indirekt, indem er auf Einsparungspotenziale im System verwies.

Ministerin Claudia Bauer
Ministerin Claudia Bauer(Bild: EPA/OLIVIER HOSLET)

In der Regierung stößt das aber auf Widerstand – in Person der ÖVP-Familienministerin Claudia Bauer (vormals Plakolm). Für sie kommen Einsparungen nicht in Frage. „Wer den Familienbonus Plus infrage stellt, greift genau jene Familien an, die jeden Tag Leistung bringen. Diese Familien arbeiten, zahlen Steuern und kümmern sich zusätzlich noch um ihre Kinder, die enorm wichtig sind für die Zukunft Österreichs“, meint sie.

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Der Familienbonus Plus ist einer der wirksamsten Ausgleiche zwischen Menschen ohne Kinder und Menschen mit Kindern!

Ministerin Claudia Bauer

Mehr Beihilfe und Betreuungsgeld
Gleichsam betont sie, dass Steuerentlastung kein staatliches Geschenk sei, sondern eine Rückgabe von selbst Erarbeitetem. Eben deshalb sollen fleißige Eltern bald schon noch mehr vom Staat bekommen. „Wir müssen sparen, ja. Aber Familien sind der Kern unserer Gesellschaft und müssen die Ersten sein, die profitieren, wenn es wieder aufwärts geht. Daher ist für mich klar, dass die Leistungen für unsere Familien ab 2028 wieder angepasst werden“, erklärt sie der „Krone“. Gemeint sind mit diesen Leistungen unter anderem die Familienbeihilfe und das Kinderbetreuungsgeld. Dem Vernehmen nach sollen darüber hinaus weitere Maßnahmen für Familien angedacht sein. 

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