Auch auf russisches

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

Außenpolitik
21.03.2026 10:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die US-Regierung hat vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Der Verkauf und die Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt, teilte das Finanzministerium mit. Zuvor hatten die USA bereits angekündigt, dass russisches Öl wieder straflos verkauft werden dürfe.

Diese Regelung gilt ebenfalls, wenn sich der Rohstoff bereits auf Schiffen befindet. Sie soll bis zum 11. April gelten. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versucht das Weiße Haus, die steigenden Preise unter Kontrolle zu bekommen. Durch den Krieg im Iran ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz nahezu zum Erliegen gekommen. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Routen des internationalen Öl- und Gashandels. 

US-Finanzminister Scott Bessent teilte mit, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. Diese beiden Länder sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Vor Kurzem hatte US-Präsident Donald Trump Länder, die auf Ölexporte über die Straße angewiesen sind, dazu aufgerufen, bei einer Sicherung der Schifffahrt zu unterstützen. Wie berichtet, bezeichnete er die NATO-Verbündeten als „Feiglinge“, weil sie nicht geholfen hätten. Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger. Jetzt, da der Kampf militärisch gewonnen sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormuz zu öffnen. Tatsächlich hatten die Regierungen Rumäniens, Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Japans und der Niederlande bereits angekündigt, einen sicheren Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz gemeinsam gewährleisten zu wollen.

Nachfragen bei Panamakanal gestiegen
Der Iran-Krieg treibe die Nachfrage nach Passagen für Flüssigerdgas-Tanker aus den USA in die Höhe, sagte Panamakanal-Leiter Ricaurte Vasquez. Mit 36 bis 38 Durchfahrten pro Tag sei man bereits an der Kapazitätsgrenze. Die Vereinigten Staaten dienen zunehmend als alternativer Energielieferant für andere Länder. Daher wird der Kanal laut eigener Aussage künftig einen Transit pro Tag speziell für LNG-Schiffe reservieren, bisher waren es nur vier pro Monat.

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