„Krone“-Kommentar

Gaspreis-Anstieg als Vorbote für Inflation

Wirtschaft
21.03.2026 05:00

Die Eskalation im Iran-Krieg stellt die Energiemärkte auf eine harte Probe. Um 25 Prozent nur an einem Tag ging der Gaspreis in die Höhe. Mit den Angriffen auf Anlagen in Katar und im Iran ist die nächste Eskalationsstufe erreicht. Die schlechte Nachricht: Selbst wenn der Krieg morgen endet, werden wir nicht so bald wieder aufs Niveau von davor zurückkehren. Den Kopf in den Sand stecken muss die EU aber trotzdem nicht.

Sie sollte dringend verhindern, dass aus der Gaskrise auch noch eine Stromkrise wird. Das hätte verheerende Folgen für die Menschen, die nach Zeiten der massiven Teuerung gerade durchschnaufen wollten. Aufgrund der „Merit Order“ gibt immer das teuerste noch benötigte (Gas-)Kraftwerk den Preis für alle – auch Erneuerbare – vor. Noch kann die Politik etwas gegen den Teufelskreis unternehmen und zumindest nicht selbst mit ihrer Umweltpolitik zum Preistreiber werden. Denn absurderweise machen die CO2-Kosten, die Gaskraftwerke zahlen müssen, auch grünen Strom teuer. Staatssekretärin Zehetner versucht, auf europäischer Ebene das zu beenden, ein vernünftiger Vorschlag. Europa sollte sich nicht selbst ein Bein stellen.

So eine Reform bremst die Dynamik zumindest ab. Sonst sitzt Europa aber nicht am Steuer. Es hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und ist noch immer zu abhängig vom Spiel der Großmächte. Globale Probleme lassen sich nicht national lösen. Auch nicht mit einer kosmetischen Steuer-Senkung und schon gar nicht mit Deckeln. Das kaschiert Probleme nur und verschiebt sie in die Zukunft. Für Gas gilt das leider ebenso.

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