Israels Armee hat in Südsyrien Einrichtungen des Militärs angegriffen. Man habe in der Nacht auf Freitag ein Kommandozentrum und Waffenlager getroffen, teilte das israelische Militär mit. Vorausgegangen waren Angrffe auf drusische Zivilpersonen.
Die Drusinnen und Drusen sind eine religiöse Minderheit, die vor allem in Syrien und im Libanon, aber auch in Israel lebt. Israels Regierung sieht sie als Verbündete, viele Drusinnen und Drusen dienen freiwillig der Armee. In Syrien liegt ihr Siedlungsbiet vor allem in Sweida. Dort kam es im vergagenen Juli zu heftigen Kämpfen zwischen Drusen und sunnitischen Beduinen um die Kontrolle der Stadt. Die Sunnitinnen und Sunniten stellen in Syrien die Mehrheit und sind mit der drusischen Bevölkerung seit langem verfeindet. Die islamistisch geführte syrische Regierung schickte damals Truppen in die Stadt, die gemeinsam mit den Sunniten kämpften.
Inzwischen ist die Gewalt wieder aufgeflammt, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Die Kämpfe hätten am Montag begonnen, hieß es. In Sweida wurde Freitagfrüh ein Hochhaus von einem Geschoß getroffen. Zwei Menschen wurden verletzt. Eigentlich gilt seit dem 20. Juli offiziell eine Waffenruhe.
Die israelische Armee reagierte mit einem Angriff auf Militäranlagen der syrischen Führung. Diese soll laut Menschenrechtsorganisationen im Sommer brutal gegen Drusinnen und Drosen vorgegangen sein, Angehörige und verbündete Kämpfer gar hingerichtet haben. Man werde es nicht zulassen, dass die drusische Bevölkerung in Syrien in Mitleidenschaft gezogen werde, sagte Israels Militär jetzt. Es werde weiterhin Einsätze geben, um sie zu verteidigen, und man beobachte die Entwicklung in der Region.
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