Sie verkauften 1969 mehr Schallplatten als die Beatles und die Rolling Stones, gehören zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten: Fleetwood Mac! Deren Spirit samt Hits wie „Little Lies“, „Everywhere“ oder „Go your own way“ von einer überragenden Cover-Formation in Linz versprüht wurde.
Kein Geringerer als Mick Fleetwood selbst erschien zu Beginn im ausverkauften Posthof auf einer Videoleinwand und kündigte die Tribute-Band „Rumours of Fleetwood Mac“ als „seine persönlichen Botschafter“ an. Eine große Ehre für die siebenköpfige Formation aus Liverpool, die mittlerweile selbst schon 25 Jahren tourt und von rund einer Million Fans live gesehen wurde! Nun versprühte sie den Geist der 70er Jahre in Linz.
Gänsehaut dank Frontfrau
Wobei die sieben Musiker, die ihr Handwerk in Perfektion beherrschen, viel mehr darboten als nur eine Tribute-Show. Mit ihrer Spielfreude elektrisierten sie von Beginn an den Saal, sorgten für eine emotionale Reise zurück. Vom Gesang her war freilich klar, dass da nicht Stevie Nicks, Christine McVie und Lindsey Buckingham auf der Bühne stehen. Was aber nichts daran änderte, dass es bei Songs wie „Songbird“ zahlreiche Gänsehaut-Momente gab – vor allem dank der charismatischen, energiegeladenen und mit einer gewaltigen Stimme ausgestatteten Front-Sängerin Vivienne Chi.
Bandgeschichte kam zu kurz
Etwas schade nur: Von der bewegten Bandgeschichte Fleetwood Macs gab es wenig zu hören und zu sehen: Nichts über die zahlreichen Neu- und Umbesetzungen, Drogen, Liebesdramen, Sekten. Musikalisch aber stimmte alles, gab‘s Lieder aus mehreren Jahrzehnten Bandgeschichte zu genießen: vom dreckigen Blues der Sechziger, der träumerischen Neo-Romantik der Siebziger bis zu den Plastiksynthesizern der Achtziger.
Grande Finale ohne Schnickschnack
Spätestens in Teil II des Abends war‘s bei Hits wie „Everywhere“, „Little lies“ und „Go your on way“ im ausverkauften Posthof mit dem Sitzen vorbei, zum Finale wurden „Don‘t stop“ und „Tusk“ serviert, auf mehrere Zugaben konnte die Formation getrost verzichten. Hatte sie doch statt einer simplen Band-Kopie vielmehr eine mit echter Musik vorgetragene, tief verbeugte Hommage mit Seele abgeliefert. Fazit: „Fleetwood Mac“ wird man wohl nie wieder live erleben können, da Teile der Band zerstritten sind und Christine McVie ja bereits verstorben ist. Aber „Rumours Of Fleetwood Mac“ haben den Posthof zwei Stunden lang mit dem Spirit der Band verzaubert.
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