Aus und vorbei! Eine seit 13 Jahren etablierte Institution im alpinen Skizirkus zieht mit Saisonende einen Schlussstrich. Das private „Global Racing Skiteam“ von Paul Epstein löst sich nach dem Weltcupfinale in Kvitfjell auf. Damit endet eine Geschichte, an der auch einige Österreicher mitgeschrieben haben.
„Die Rennen in Hafjell werden die letzten Weltcups für das Global Racing Skiteam sein“, ließ Paul Epstein gegenüber skinews.ch aufhorchen. „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, aber ich schließe diese Türe und werde mich neu orientieren.“ Damit endet die 13-jährige Geschichte eines Privatteams, das es immer wieder schaffte, kaderlose Athleten oder Sportler kleiner Länder, die durch ihren nationalen Skiverband keine Trainingsmöglichkeiten bekamen, erfolgreich bis in den Weltcup zu begleiten. Eine Geschichte, mit der auch vier Vorarlberger teils sehr eng verbunden sind.
Mathis machte den Anfang
Der Erste von ihnen war Marcel Mathis. Im Weltcupwinter 2011/12 zweimal als Dritter am Riesentorlaufpodest, geriet der Hohenemser danach außer Tritt. Im Frühjahr 2016 schloss sich „Tschunti Junior“ Global Racing an und wurde von Epstein und seinem Team wieder so „aufgepäppelt“, dass er in der Saison 2017/18 wieder im ÖSV-Kader stand.
Auch Walch und Zwischenbrugger als „Globalisten“
Etwas, das Epstein auch mit Magnus Walch schaffte. „Für mich ist Paul einer der besten Trainer, den es da draußen gibt“, streut der Riesentorlauf-Staatsmeister 2021 seinem Ex-Coach Rosen. „Egal wo er hingeht – er wird auch dort geniale Arbeit machen und viel bewegen.“ Auch der Mellauer Noel Zwischenbrugger bereitete sich im Sommer 2020 auch mit Global Racing vor, schaffte es zurück in den ÖSV-Kader und hat mittlerweile 20 Weltcupstarts und Rang 13 gleich beim Debüt in Val d’Isere zu Buche stehen.
Und auch der Andelsbucher Thomas Dorner wurde von Epstein wieder auf Spur gebracht. „Ich hatte das Glück, dass Paul es sich 2017 ausgesucht hat, mit mir zu arbeiten“, sagt der 27-Jährige, der heute unter anderem als Testpilot für Marcel Hirschers Skifirma Van Deer tätig ist. „Ohne ihn hätte ich wohl aufgehört. Darum ist er eigentlich für jede Tür, die mir danach aufging, mitverantwortlich. Er ist für mich skitechnisch und menschlich der beste Coach, den ich jemals hatte.“
Klingende Name im Team
Aber nicht nur Ländle-Athleten setzten auf Epsteins Expertise. Mit dem Pinzgau-Belgier Sam Maes – er fuhr heuer im Nacht-Riesentorlauf von Schladming zu Platz sechs – oder dem Austro-Dänen Christian Borgnaes vom Ski Club Arlberg, fanden zwei weitere Alpine mit Österreich-Bezug ihre Heimat im Team des 43-jährigen US-Amerikaners. Zudem war auch der Deutsche Stefan Luitz am Ende seiner Karriere Mitglied im Team Global Racing, ebenso wie Lara Guts Bruder Ian oder der Tiroler Moritz Marko, sowie Bernadette Lorenz.
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