In Vorarlberg herrscht offenbar ein massiver Mangel an Ausbildungsplätzen für das verpflichtende medizinische Basisjahr. Trotz frühzeitiger Bewerbungen stehen zahlreiche Absolventen auf Wartelisten, die teilweise bis ins Jahr 2027 reichen.
So berichten die Zuständigen der Vorarlberger Ärztekammer von insgesamt 15 Fällen, in denen bereits rechtsverbindlich zugesagte Stellen kurzfristig abgesagt wurden. Erst nach massivem Druck konnten einige dieser Stellen – teils verzögert – besetzt werden.
KHBG: Ausreichende Kapazitäten
Ganz anders sieht man die Sache bei der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG): Dort betonen die Verantwortlichen, ausreichende Kapazitäten zu haben. Die medizinische Versorgung sei – anders als von den Mitgliedern der Ärztekammer behauptet – keinesfalls gefährdet.
Die Mediziner befürchten zudem eine Abwanderung ins benachbarte Ausland: Da Absolventen hier blockiert würden, würden sich viele in Richtung Deutschland orientieren. Dort entfällt das Basisjahr, was den Berufseinstieg beschleunigt. Das Fazit der Ärztekammer: Die unsichere Planung und der Mangel an Plätzen zwingen junge Ärztinnen und Ärzte dazu, ihre Karriere außerhalb des Landes zu starten. Das wiederum könnte den langfristigen Ärztemangel in der Region verschärfen.
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