Aktion

Gewerkschaft fordert mehr Geld für die Pflege

Vorarlberg
11.05.2026 18:01
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Am Tag der Pflege am Dienstag startet die Gewerkschaft in Vorarlberg eine Aktion in Bregenz – wachgerüttelt werden soll dadurch vor allem die Politik auf Landes- und Bundesebene.  

Mit einer Aktion in der Landeshauptstadt Bregenz macht heute, am „Tag der Pflege“, der ÖGB gemeinsam mit Gewerkschaften und Beschäftigten aus dem Bereich auf die Bedeutung der Pflege aufmerksam. Im Rahmen eines Parcours werden die unterschiedlichsten Pflegeaufgaben vorgestellt. Damit geben sich die Beteiligten an der Aktion allerdings nicht zufrieden, auch die Politik soll in die Pflicht genommen werden – und zwar auf Landes- wie auch auf Bundesebene. So hoffen die Akteure, dass ihr Ruf nach „nachhaltigen Lösungen“ nicht ungehört verhallt. „Unser System funktioniert nur noch, weil Beschäftigte sich selbst ausbeuten. Wir fahren das System auf Verschleiß – und die Politik schaut zu“, beschreibt ÖGB- und vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer die aktuelle Situation. Jetzt nicht zu handeln, würde bedeuten, „sehenden Auges auf einen Versorgungskollaps zuzusteuern“, meint er.

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Unser System funktioniert nur noch, weil Beschäftigte sich selbst ausbeuten. Wir fahren das System auf Verschleiß.

Reinhard Stemmer, ÖGB

Es fehle an Personal, guten Arbeitsbedingungen und an einer funktionierenden Gesamtstrategie. „Pflege wird organisiert wie ein Notbetrieb“, lautet seine Diagnose. Thomas Steurer, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Landeskrankenhäuser und Vertreter der GÖD, sieht vor allem im Bereich Nachsorge ein riesiges Manko. Patienten würden länger im Krankenhaus bleiben, weil es nicht genügend Nachsorge-Pätze gäbe. „Der teuerste Systemteil wird zur Auffangstation für politische Versäumnisse“, sagt er. Steurer kann sich auch nicht für die Landes-Reformpläne für die Spitäler begeistern, denn es fehlt seiner Meinung nach vor allem an Personal – da würden auch keine Stationszusammenlegungen helfen.

Öffentliche Finanzierung
Auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung fordern die Gewerkschaften einen raschen Ausbau der Pflege- und Sozialinfrastruktur: mehr Pflegeheimplätze, stärkere mobile Pflegedienste, zusätzliche Tageszentren. Und um die Jobs attraktiver zu machen, brauche es faire Arbeitszeiten, verlässliche Dienstpläne und einen bedarfsgerechten Personalschlüssel. Zudem müsse die Finanzierung langfristig öffentlich gesichert werden. Keinesfalls dürfe man den Pflegebereich dem Markt überlassen.

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