Nächste Etappe

RHESI: Einreichung zum UVP-Verfahren im Mai

Vorarlberg
17.03.2026 13:53
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Erleichterung bei Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner: Das Mega-Hochwasserschutzprojekt RHESI liegt im Zeitplan, noch im Mai soll das UVP-Verfahren starten. Koblachs Wünsche werden nicht berücksichtigt. 

Das Hochwasserschutzprojekt „RHESI“ (Rhein, Erholung, Sicherheit) am Alpenrhein soll noch in diesem Mai zur Genehmigung eingereicht werden. Das habe das strategische Leitorgan der Internationalen Rheinregulierung (IRR), der sogenannte „Bilaterale Ausschuss“, eben beschlossen, teilte  Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz mit. „Damit liegen wir voll im Zeitplan. Das Projekt wird jetzt Fahrt aufnehmen.“

Die bevorstehende Einreichung und der Start des UVP-Verfahrens seien nach dem im Juli 2025 in Kraft getretenen Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz der nächste wichtige Meilenstein für das Projekt. „Nun ist es wichtig, dass die UVP zügig und konzentriert durchgeführt wird.“ Zu Einwänden der Rhein-Anrainer-Gemeinde Koblach, in der sich die Gemeindevertretung Ende Jänner gegen die vorliegende Planung ausgesprochen hat, meinte Wallner: „Wir verändern das Projekt nicht, wir reichen es wie geplant ein.“ Jeder habe im Zuge des UVP-Verfahrens das Recht auf eine Stellungnahme. „Wir halten die Hand in Koblach ausgestreckt.“ Die Bauetappe dort sei die letzte im Projekt, damit bleibe noch viel Zeit, über Lösungen zu diskutieren.

RHESI soll die Abflusskapazität des Rheins von Feldkirch bis zur Bodenseemündung auf 26 Kilometern Länge auf ein statistisch alle 300 Jahre auftretendes Hochwasser erhöhen. In den gefährdeten Gebieten leben auf beiden Seiten des Flusses rund 300.000 Menschen, betroffen sei ein wichtiger Wirtschaftsraum, betonte am Dienstag auch der für Katastrophenschutz zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP). „Ein schweres Hochwasser am Rhein wäre der wirtschaftspolitische Genickbruch für unser Land.“

Derzeit halten die Rheindämme einem 100-jährlichen Hochwasserereignis stand, und der Alpenrhein fließt als begradigter Kanal in den Bodensee, künftig wird der Fluss möglichst naturnah gestaltet. Die Kosten, derzeit auf rund 2,1 Mrd. Euro geschätzt, teilen sich Österreich und die Schweiz. Noch in diesem Jahrzehnt soll Baustart sein, die Bauzeit wird auf 20 Jahre geschätzt.

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