„Alles weg. Radikal.“

Wahl-Debakel: Politikerin rasiert sich Haare ab

Außenpolitik
16.03.2026 11:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine verlorene Wette – und ein ungewöhnliches politisches Statement: Nach der Wahlniederlage der FDP in Baden-Württemberg hat Generalsekretärin Nicole Büttner ihr Versprechen eingelöst und sich die Haare abrasieren lassen. Am Sonntagabend präsentierte die 41-Jährige ihre neue Glatze in einem Video auf Instagram.

Auslöser für die Aktion war eine Wette, die Büttner bereits im Jänner öffentlich gemacht hatte. Gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ erklärte sie damals, sie liebe ihre lockigen Haare – werde sie aber komplett rasieren, sollte die FDP den Wiedereinzug in den Landtag von Baden-Württemberg verpassen. „Alles weg. Radikal“, kündigte sie an.

Wettschulden nicht einlösen? Für Büttner keine Option
Genau dieses Szenario trat ein: Bei der Landtagswahl vor einer Woche scheiterte die FDP mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde und flog damit aus dem Parlament. Büttner setzte daraufhin ihren Wetteinsatz um und ließ sich am Sonntag eine Glatze rasieren.

In dem Video erklärte sie: „Ich habe diese Wette gemacht, ich habe sie verloren, und deshalb löse ich sie ein.“ Für sie sei klar, dass sie zu ihrem Wort stehe. Viele Menschen hätten ihr geraten, die Wettschulden nicht einzulösen, sagte Büttner. Doch das sei für sie nicht infrage gekommen.

„Ich tue, was ich sage“
Zu dem Video schrieb die Generalsekretärin, Vertrauen und Glaubwürdigkeit seien eine wichtige Grundlage für Politik. Auch wenn nicht alle ihre Positionen teilen würden, sollten sie sich darauf verlassen können, „dass ich sage, was ich denke und tue, was ich sage“. Dafür stehe sie mit ihrem Wort – „und jetzt auch meiner Frisur“.

Der ungewöhnliche Auftritt dürfte der FDP zumindest kurzzeitig Aufmerksamkeit verschaffen. Politisch bleibt die Lage für die Liberalen jedoch schwierig. Ein Blick auf Umfragen für die kommende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeigt, dass die Partei dort derzeit nicht einmal mehr einzeln aufgeführt wird und den sonstigen Parteien zugerechnet wird. Verpasst die FDP auch dort den Einzug in den Landtag, wäre sie nur noch in sieben Landesparlamenten vertreten.

Junge Liberale begehren auf
Zudem kommt Kritik aus den eigenen Reihen. Der Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Liberale, Finn Flebbe, forderte den Rückzug von Parteichef Christian Dürr und Generalsekretärin Büttner. Auf dem Bundesparteitag Ende Mai solle die Parteispitze komplett neu gewählt werden, sagte Flebbe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dürr und Büttner hätten mehrfach gezeigt, dass sie keinen Plan hätten, wie der Abstieg der Partei gestoppt werden könne.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt