Statt der erhofften Frischluft musste ein junges Linzer Paar die letzten Minuten der Flucht des Messerattentäters (34) miterleben. Während sie der Polizei den Standort durchgab, filmte er die erschreckenden Szenen unter ihrem Fenster. Zwei Männer hatten den Täter verfolgt, bis er schließlich festgenommen wurde.
Auch bei Sonnenuntergang war es am Samstag noch angenehm warm. In der Stadt waren daher viele Fenster offen – so auch bei einem jungen Linzer (26) und seiner gleichaltrigen Lebensgefährtin gegenüber vom Landesverwaltungsgericht. Doch statt lauer Frühlingsluft bekam der Anrainer die letzten Minuten der Flucht eines brutalen Messerstechers mit: „Plötzlich habe ich Schreie auf der Straße gehört. Zuerst habe ich noch geglaubt, das ist eine besoffene Gschicht“, so der Zeuge. Doch plötzlich tönte es von der Straße: „Der hat jemanden abgestochen!“
Szenen gefilmt
Sofort schnappte sich der Linzer sein Handy und filmte die Situation unterhalb seines Fensters. Zwei dunkel gekleidete Männer verfolgten einen weiß gekleideten Mann, versuchten ihn aufzuhalten und schrien ihm zu, er solle sein Messer weglegen. Doch immer wieder stürzte der Verfolgte auf die beiden Männer zu – die Klinge drohend nach vorne gestreckt.
Keine Ahnung von Blutbad
„Meine Lebensgefährtin hat die Polizei gerufen und gemeldet, dass da ein Mann auf der Straße mit einem Messer zwei andere Männer bedroht, und ihnen den Standort durchgegeben. Nur rund zwei Minuten später wurde er beim Volksgarten festgenommen, sechs oder sieben schwer gepanzerte Polizisten haben ihn zu Boden gedrückt und ihm Handschellen angelegt“, schildert der Augenzeuge im Gespräch mit der „Krone“. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch keine Ahnung von dem schockierenden Blutbad, das der Angreifer, ein 34-jähriger Kroate aus Linz nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt auf der Landstraße angerichtet hatte.
Bruder des Opfers verfolgte Täter
„Ich habe dann noch mit einem der beiden Verfolger gesprochen. Er war Ladendetektiv und meinte, der Mann habe seinen Bruder niedergestochen. Er war ihm gemeinsam mit einem anderen nachgelaufen, damit er nicht entkommen kann“, so der junge Mann weiter.
Kroate in U-Haft
Die blutige Bilanz: Der 26-jährige Afghane Mahmoud A. erlag trotz aller Bemühungen der Mediziner wenig später im Spital seinen schweren Verletzungen. Sein jüngerer Landsmann (24) hatte Stiche im Halsbereich abbekommen. Er musste notoperiert werden, war am Sonntag außer Lebensgefahr, aber noch nicht vernehmungsfähig. Der Täter, ein in Österreich geborener Kroate (34) wurde noch am Sonntagabend in die Justizanstalt Linz überstellt und in Untersuchungshaft genommen.
Drohung wahr gemacht
Er hatte – wie berichtet – seiner Ehefrau angekündigt, jemanden zu töten und anschließend Suizid zu begehen. Diese nahm seine Worte ernst und rief die Polizei, doch vergeblich: Noch während der Fahndung machte der mehrfach vorbestrafte und psychisch kranke 34-Jährige seine schreckliche Drohung wahr.
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