VP will gegensteuern

Droht nun tatsächlich der große Parkplatz-Kollaps?

Oberösterreich
18.05.2026 15:36

Mehr Autos, weniger freie Stellplätze und wachsende Unzufriedenheit in den Stadtvierteln von Linz: Die ÖVP fordert eine neue Parkraumpolitik für die Stadt. Stadtvize Martin Hajart präsentierte heute, Montag, ein Maßnahmenpaket mit mehr Bewohnergaragen, günstigeren Tarifen und zusätzlichen Kundenparkplätzen.

„Mit der Öffi-Offensive allein wird das Parkplatzproblem nicht verschwinden. Linz braucht mehr und leistbare Parkplätze“, sagt Hajart. Hintergrund seien steigende Autozahlen: Ende 2025 waren in Linz knapp 108.000 Pkw zugelassen – um mehr als 16.000 Fahrzeuge mehr als noch vor 20 Jahren.

„Probleme werden auf Straße verlagert“
Gleichzeitig seien bei Bauprojekten seit 2014 mehr als 6200 verpflichtende Stellplätze erlassen worden. „Die Parkplatzprobleme werden einfach auf die Straße verlagert“, warnt VP-Geschäftsführer Michael Obrovsky. Man fordert daher geförderte Bewohnergaragen in den Stadtteilen, günstigere Garagenplätze für Anrainer, keine weiteren Erhöhungen der Parkgebühren sowie mehr Kundenparkplätze für die Innenstadt. Finanziert werden soll das teilweise durch Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung. Laut VP habe die Stadt damit in den vergangenen 20 Jahren rund 97 Millionen Euro Netto-Gewinn erzielt.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

„Wieder mehr Einkaufskunden in die Stadt holen“
Auch wirtschaftlich sieht Hajart Handlungsbedarf. Nach der Verdoppelung der Parkgebühren 2013 sei die Zahl der bezahlten Parkstunden massiv eingebrochen. „Wir wollen wieder mehr Einkaufskunden in die Stadt holen – nicht aus der Stadt hinausdrängen“, so der 42-Jährige.

Grüne erteilen Forderung Absage
Kritik kommt von den Grünen. Klubobmann Helge Langer wirft Hajart vor, bestehende Möglichkeiten beim Bewohnerparken selbst nicht ausreichend umzusetzen. Eine Absage erteilt er der Forderung nach mehr Parkplätzen. Das widerspreche den Klimazielen. 

SP-Finanzstadtrat kontert Kritik
Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber verteidigt die Parkraumbewirtschaftung. Die Einnahmen aus den rund 7600 gebührenpflichtigen Stellplätzen seien 2025 auf 6,3 Millionen Euro gestiegen. Für Gegenhuber ist das ein positives Signal: „Das belegt die ungebrochene Attraktivität der Linzer Innenstadt für Besucher.“ Deutlich sichtbar sei zudem der Trend zum Handyparken. Während 2024 noch rund 1,7 Millionen Euro über Handyparken eingenommen wurden, stieg dieser Wert 2025 auf 2,1 Millionen Euro.

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