Die aktuelle schifffahrtspolizeiliche Bilanz für das Jahr 2025 zeigt, dass die Gesamtzahl der Unfälle am Bodensee leicht gesunken ist. Müssten die Rettungskräfte 2024 noch 179 Mal ausrücken, war dies im vergangenen Jahr nur 172 Mal der Fall. Besonders erfreulich: Die Zahl der tödlichen Unfälle ging von 17 auf elf zurück.
Die meisten Vorfälle ereigneten sich mit 116 in Baden-Württemberg. In Vorarlberg gab es mit 21 Unfällen einen deutlichen Rückgang (-8), ebenso in Bayern mit 8 Fällen (-9). Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Personenschäden. Neben den elf Todesfällen (sechs in Baden-Württemberg, je zwei in Vorarlberg und St. Gallen, einer im Thurgau) wurden 22 Personen verletzt, was beinahe eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr (41) darstellt. Vermisste Personen gab es 2025 glücklicherweise keine. Die Badeunfälle gingen auf 13 zurück, forderten aber dennoch sieben Todesopfer. Tauchunfälle wurden nicht registriert.
Kollisionen und „Festfahren“ häufigste Ursachen
Mit 146 Fällen machen reine Schiffsunfälle den Löwenanteil des Geschehens aus (84 Prozent). Die häufigste Unfallart waren Kollisionen mit 48 Fällen. Alarmierend ist jedoch die Verdopplung der sogenannten „Festfahrungen“: 35 Mal liefen Boote auf Grund. Die Ursachenanalyse spricht eine klare Sprache: In 63 Fällen war die mangelnde Sorgfalt der Schiffsführer der Auslöser. Erst danach folgen technische Mängel (36 Fälle), Sturm und Seegang (29 Fälle) sowie die Missachtung von Fahrregeln (elf Fälle). Die Unfallschwerpunkte liegen klar in Hafennähe (36 Prozent) und in der 300-Meter-Uferzone (29 Prozent), wo die Verkehrsdichte am höchsten ist.
182 Anzeigen und 118 Organmandate
Die österreichische Wasserpolizei am Bodensee verzeichnete mit 160 Gesamteinsätzen einen spürbaren Rückgang. Das führten die Zuständigen auf die teils verregneten Sommermonate sowie nächtliche Sturmereignisse zurück, die den Bootsverkehr reduzierten. Dennoch wurden 182 Anzeigen erstattet und 118 Organmandate ausgestellt. Die Kontrollschwerpunkte lagen auf der Missachtung gesperrter Wasserflächen in Naturschutzgebieten, mangelhafter Ausrüstung und fehlender Zulassungen. Auch die Einhaltung der Alkoholgrenzen und die korrekte Lichterführung bei Nacht wurden streng überwacht.
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