Polen-Jets stiegen auf
Angriff auf Kiew: „Russland nutzt Iran-Krieg aus“
Russland hat die Ukraine am Samstag mit massiven Luftangriffen überzogen, es gab Tote und Verletzte. Besonders betroffen war der Großraum Kiew. Die Attacken veranlassten sogar Polen, Kampfjets aufsteigen zu lassen.
Russland setzte bei dem Großangriff auf mehrere ukrainische Regionen 430 Drohnen und 68 Raketen ein, so Präsident Wolodymyr Selenskyj. Hauptziel der Angriffe sei die Energieinfrastruktur in der Region Kiew gewesen, erklärte er. Es seien jedoch auch Wohngebäude, Schulen und Unternehmen beschädigt worden.
Fünf Menschen getötet
Die meisten Geschosse wurden von der Flugabwehr abgefangen. In der Stadt Saporischschja wurde aber ein Wohngebiet getroffen. Ein Mensch wurde getötet, 18 weitere verletzt, darunter auch zwei Minderjährige, meldeten die Behörden. Vier Todesopfer seien in der Region Kiew zu beklagen, sagte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Mykola Kalaschnyk. Schäden seien in vier Bezirken verzeichnet worden. 15 Menschen seien dabei verletzt worden. In sechs Regionen der Ukraine sei der Strom infolge der russischen Angriffe ausgefallen, teilte das ukrainische Energieministerium mit.
„Russland wird versuchen, den Krieg im Nahen Osten auszunutzen, um hier in Europa, in der Ukraine, noch größere Zerstörung anzurichten“, warnte der ukrainische Staatschef (siehe X-Post unten). Er rief die Verbündeten seines Landes auf, die Produktion wichtiger Flugabwehrwaffen zu erhöhen.
Weil die russischen Streitkräfte ukrainische Ortschaften weit hinter der Frontlinie und nahe Polen attackierten, ließ das NATO-Land Kampfjets aufsteigen, um den eigenen Luftraum zu schützen. Es seien jedoch keine Verletzungen des Luftraums festgestellt worden, teilte das polnische Militär mit.
Drohnenangriff auf Russland
Unterdessen haben ukrainische Streitkräfte letzte Nacht eine Ölraffinerie und einen Hafen in der südrussischen Oblast Krasnodar mit Drohnen angegriffen. Beim Beschuss des Hafens Kawkas gab es drei Verletzte, teilten die Behörden in Krasnodar mit. Ein Serviceschiff und die Pieranlage seien beschädigt worden. Der Hafen wird für den Umschlag von Getreide und Flüssiggas genutzt und liegt an der Straße von Kertsch gegenüber der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Zudem sei in der Afipski-Ölraffinerie nach einem Drohnentreffer ein Feuer ausgebrochen, hieß es von den russischen Behörden.
Ukrainischer Geheimdienst: Russische Kriegsschiffe getroffen
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR griff zudem eigenen Angaben nach zwei vom russischen Militär genutzte Schiffe an und beschädigte sie. Die Eisenbahnfähre „Slawjanin“ sei außer Betrieb gesetzt, die „Avantgarde“ beschädigt worden, teilte HUR bei Telegram mit. Beide Schiffe seien vorrangig im Pendelverkehr zwischen dem russischen Festland und der bereits seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim eingesetzt worden und Teil der Militärlogistik gewesen, hieß es.
Nach Angaben des HUR wurden mit den Schiffen Waffen, Militärtechnik und Munition transportiert. Demnach wurden die Schiffe im Rahmen eines Angriffs gegen den Schwarzmeerhafen Port Kawkas beschossen. Auch die Infrastruktur des Hafens selbst sei bei der Aktion beschädigt worden. Die vom HUR veröffentlichten Bilder deuten auf einen Drohnenangriff hin. Tatsächlich hatten am Samstag in der Früh russische Behörden Schäden am Hafen und an einem Schiff eingeräumt, ohne Details zu nennen. Bei der Attacke wurden drei Personen verletzt.









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