Trump muss schweigen

WM-Absage kostet dem Iran über neun Millionen Euro

Donald Trump darf bei der WM keine Kommentare über den Iran abgeben, dem wiederum eine Absage ordentlich teuer werden könnte. Eine Kolumne von „Krone“-Sportredakteur Florian Gröger ...

Auf dem Rasen wäre das Duell zwischen den USA und dem Iran ab dem Sechzehntelfinale möglich – wenn beide Zweiter ihrer WM-Gruppe werden. Das verbale Match der Kriegsgegner ist bereits in der x-ten Verlängerung. US-Präsident Donald Trump, radikalen Meinungswechseln nie abgeneigt, will den Iran aktuell beim Turnier sehen, FIFA-Boss Gianni Infantino versichert, dass der Iran fix antritt. Während Verbandschef Mehdi Tadsch Bedingungen stellt: Die FIFA müsse sicherstellen, dass es keine politischen Kommentare gegen Team oder Verband gebe. Außerdem müsse die offizielle Flagge der Islamischen Republik und nicht die nationale Flagge der Opposition gehisst werden, dazu will man umfassende Sicherheitsgarantien für den Tross. In den USA leben mehr als eine Million Iraner, die meisten von ihnen gelten als Gegner der jetzigen Führung …

Donald Trump muss sich Kommentare über den Iran verkneifen.
Donald Trump muss sich Kommentare über den Iran verkneifen.(Bild: AP/Jacquelyn Martin, AP/Vahid Salemi)

Wobei ein Nicht-Antritt finanzielle Folgen hat: Zieht der Iran bis 30 Tage vor dem Auftakt zurück, sind 275.000 Euro fällig, danach 550.000 Euro. Zusätzlich müsste man jene knapp 1,3 Millionen Euro zurückzuzahlen, die alle Starter für ihre Vorbereitung erhalten. Und auch das Minimum-Preisgeld für die Plätze 33 bis 48 bei der WM wäre futsch. Immerhin 7,7 Millionen Euro.

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