Börsen unter Druck

Ölpreis schnellt in die Höhe, ATX stürzt ab

Wirtschaft
09.03.2026 10:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Brennende Ölfelder und Quasi-Blockade der Straße von Hormus: Der USA-Israel-Iran-Krieg hat den Ölpreis am Montag auf den höchsten Stand seit Juli 2022 getrieben. Die europäischen Leitbörsen sind deshalb stark unter Druck geraten. Der ATX notierte am Montag kurz nach Handelsstart 2,77 Prozent tiefer als am Freitag.

Der Euro-Stoxx-50 verlor kurz nach Handelsstart 2,79 Prozent und sank auf 5.560,33 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 2,58 Prozent tiefer bei 22.982,63 Einheiten. Außerhalb der Eurozone nahm der britische Leitindex FTSE-100 zuletzt um 1,74 Prozent auf 10.105,48 Punkte ab.

Österreichs Leitindex (ATX) lag Montagvormittag bei 5.254,19 Zählern. Die Werte von voestalpine rutschten um knapp zehn Prozent deutlich ab. Klare Abschläge zwischen drei und fast sechs Prozent gab es auch bei den Bankwerten zu verzeichnen.

Ölpreis steigt rasant
Getrieben ist die Situation von der Angst vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordsee-Sorte Brent ist in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar gestiegen. In einem Bericht der „Financial Times“ wird nun darüber spekuliert, ob die Situation durch die Freigabe von Ölreserven beruhigt werden könnte. Der Ölpreis kehrte daraufhin zuletzt in Richtung der 100-Dollar-Marke zurück.

Trump sieht in hohem Ölpreis notwendiges Opfer
US-Präsident Donald Trump sieht im stark gestiegenen Ölpreis ein kleines notwendiges Opfer angesichts der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm. „Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr kleiner Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Nur Narren würden anders denken“, fügte er hinzu.

Ein Ende des Iran-Kriegs sei nicht in Sicht. Laut Analysten bleibe deshalb die Verunsicherung entsprechend groß und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. Mit den massiv steigenden Öl- und Gaspreisen seien Inflationssorgen dominant und ein länger anhaltender Konflikt würde sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken.

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