Nach Großinvestition

BMW baut so viele Motoren wie noch nie in Steyr

Wirtschaft
06.03.2026 05:30

Fast 1,2 Millionen Motoren aus Steyr wurden im Vorjahr weltweit in BMW-Modelle eingebaut – ein neuer Rekord. Das Werk ist das größte im Konzern. Grund war, dass die Fertigung von E-Motoren voll anlief und zudem auch mehr Diesel-Aggregate nachgefragt wurden. Auch beim Verkauf war BMW auf der Überholspur.

Nach einer weiteren Investition von 450 Millionen Euro startete im Sommer die Serienfertigung der Elektro-Antriebe für die nun in den Markt kommenden Modelle wie den iX3. Es ist das erste Fahrzeug der nächsten Generation der Münchner. Und weil die Nachfrage so groß ist, wird heuer sogar bereits eine zweite Linie in Betrieb gehen, wodurch die Stückzahlen schon fix weiter in die Höhe schnellen.

Ebenfalls heuer starten die Vorarbeiten für eine weitere Technologie, deren Fertigung dann 2028 beginnt: Steyr ist auch das Entwicklungszentrum für die industrielle Produktion von Wasserstoff-Brennstoffzellen im Konzern. Im Motorenwerk wird dafür Platz geschaffen und 2027 Vorserien bauen. Parallel wurden zudem sogar wieder mehr Verbrennermotoren am Standort erzeugt, der dadurch bestens abgesichert ist. „Unser Weg ist Technologieoffenheit. Es zählt, was der Kunde will, keine weiß, was in zwei Jahren passiert. Umso wichtiger ist, dass wir in Steyr alles können: Diesel, E-Antrieb, Hybrid, und so je nach Bedarf auch die Mitarbeiter einsetzen“, bekräftigt Geschäftsführer Harald Gottsche.

Insgesamt 5600 Mitarbeiter hat BMW in Österreich, mit den Händlern sogar 8400. Rund 1,2 Milliarden Euro wurden alleine in den vergangenen Jahren ins Werk gesteckt, seit Gründung sind es bereits über zehn Milliarden. Zudem kauft man im Jahr um 1,3 Milliarden Euro bei heimischen Zulieferern ein.

Harald Gottsche, Chef des Motorenwerks Steyr: „Wir können alles: Diesel, E-Motoren und Hybrid.“
Harald Gottsche, Chef des Motorenwerks Steyr: „Wir können alles: Diesel, E-Motoren und Hybrid.“(Bild: BMW)
Vertriebs-Geschäftsführer Alexander Bamberger: „Wir beschäftigen über 5600 Menschen direkt.“
Vertriebs-Geschäftsführer Alexander Bamberger: „Wir beschäftigen über 5600 Menschen direkt.“(Bild: BMW Group Austria / APA-Fotoservice / Juhasz)

Beschleunigt hat man aber auch den Fahrzeugabsatz in Österreich. „Wir haben über 21.000 BMW und Mini verkauft. Damit sind wir Nummer eins im Premiumsegment, Nummer drei am Gesamtmarkt und Nummer eins bei batterieelektrischen Pkw“, so Alexander Bamberger, Geschäftsführer des Vertriebs in Salzburg.

Als Einzelmarke kommt BMW auf 55 Prozent aller E-Pkw. Als einziger Hersteller schafft man dadurch bereits das CO2‑Flottenziel der EU. Verbrenner-Modelle ab 2018 können zudem bereits mit CO2-neutralem Ökosprit („HVO 100“) gefahren werden. Insgesamt schafften die Münchner bei uns ein Umsatzplus von 500 Millionen auf 9,7 Milliarden Euro.

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