Die US-Medienaufsicht FCC wird sich der geplanten Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros Discovery durch den Rivalen Paramount Skydance offenbar nicht entgegenstellen. Die Auswirkungen der Fusion auf den Wettbewerb unterschieden sich deutlich von denen der ursprünglich geplanten Übernahme durch den Streaminganbieter Netflix.
Das sagte Behördenchef Brendan Carr der „Financial Times“ (FT) am Dienstag am Rande der Messe Mobile World Congress in Barcelona. Er erwarte eine „sehr schnelle, fast pro forma durchgeführte Überprüfung“, zitierte die Zeitung Carr. Weder die FCC noch Paramount oder Warner waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.
Paramount setzt sich gegen Netflix durch
Paramount hatte sich nach monatelangem Tauziehen im Bieterwettkampf um Warner Bros mit einem 110 Mrd. Dollar (94,0 Mrd. Euro) schweren Angebot gegen Netflix durchgesetzt. Die Transaktion vereint zwei der größten Hollywood-Filmstudios unter einem Dach. Zum neuen Konzern gehören zudem die Fernsehsender CBS, CNN und HBO. Sowohl demokratische als auch republikanische Politiker äußerten Bedenken wegen dieser Konzentration von Marktmacht. Kinobetreiber befürchten einen Rückgang der Filmstarts. Experten rechnen mit Widerstand der Kartellbehörden einiger US-Bundesstaaten wie Kalifornien. Die Europäische Union (EU) wird die Transaktion voraussichtlich ebenfalls kritisch prüfen.
Der Wettbewerb sei sehr robust, sagte Carr der FT. „Wir prüfen derzeit Änderungen aus regulatorischer Sicht, um mehr Investitionen und Größe im Rundfunkbereich zu fördern.“ Paramount erhält bei der Warner-Übernahme finanzielle Unterstützung durch den Milliardär und Oracle-Gründer Larry Ellison. Dessen Sohn David Ellison ist Chef von Paramount. Die Ellisons pflegen enge Kontakte zu US-Präsident Donald Trump. Ein weiterer Paramount-Geldgeber ist die Beteiligungsfirma von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
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