Krieg im Nahen Osten

Österreicher fürchten hohe Preise und mehr Terror

Österreich
04.03.2026 12:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreicher befürchten, dass die Ölpreise wegen der Eskalation im Iran in die Höhe schießen und die Inflation anzieht. Abgesehen von den wirtschaftlichen Folgen fürchten viele eine steigende Terrorgefahr, manche rechnen sogar mit einem Dritten Weltkrieg.

Die Sorge der Österreicher vor steigenden Ölpreisen ist nicht unbegründet: Seit Beginn der Angriffe gegen den Iran hat sich Brent-Öl um 16 Prozent verteuert. Am Mittwochvormittag kostete das Öl aus der Nordsee über 83 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Wenn der Anstieg der Öl- und Gaspreise länger anhält, wird das auch die Weltwirtschaft deutlich bremsen und die Inflation anfeuern, sagen Experten.

77 Prozent der Österreicher fürchten ebenfalls, dass die Inflation steigen könnte, wie eine market-Umfrage zeigt. Im Februar lag die Teuerung bei 2,0 Prozent, im März könnten es wieder mehr sein. 

Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
Ein markantes Beispiel für die Auswirkungen des Kriegs auf die Preise sind Lebensmittel: Denn viele Prozesse in der Lebensmittelproduktion wie Trocknen oder Backen brauchen Energie und damit Öl und Gas. Auch die Kosten für den Transport von Nahrungsmitteln steigen, wenn Treibstoffe teurer werden. Dazu kommen noch zusätzliche Faktoren wie längere Routen durch gesperrte Transportwege, wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erklärt.

Angst vor „Flächenbrand“
Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg bedrücken die Österreicher nicht nur wirtschaftliche Sorgen. Mehr als die Hälfte befürchtet eine militärische Eskalation und einen „Flächenbrand“ im Nahen Osten, 25 Prozent sogar den Dritten Weltkrieg. Ob Weltkrieg oder nicht: Knapp die Hälfte der Österreicher glaubt, dass sich die Lage noch weiter verschärfen wird, die Mehrheit rechnet auch mit einer neuen Flüchtlingswelle aus dem Iran.

Das Balkendiagramm zeigt die größten Sorgen in Österreich nach einem Angriff auf den Iran. 79 % erwarten einen steigenden Ölpreis, 77 % höhere Inflation und 68 % eine steigende Terrorgefahr. Weniger häufig genannt werden ein dritter Weltkrieg mit 25 % und Gleichgültigkeit mit 16 %. Quelle: Market.

Zwei Drittel der Österreicher befürchten, dass es weltweit wieder mehr Terroranschläge geben wird. Jeder Zweite glaubt, dass der Iran auch langfristig unter einer islamischen Führung bleiben wird. Ein Viertel befürwortet die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, nur ein Drittel verurteilt die Militärschläge ausdrücklich.

Österreicher verfolgen Kriegsgeschehen
market befragte am 2. und 3. März 843 repräsentativ ausgewählte Über-16-Jährige in Online-Interviews. Zwei Drittel von ihnen gaben an, die Berichterstattung zum Iran-Krieg genau zu verfolgen, nur sieben Prozent tun dies gar nicht. Männer und ältere Semester sind stärker an den Medienberichten interessiert als Frauen und Jüngere.

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