Im Bieterkampf um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) hat der Streamingdienst Netflix erklärt, sein Angebot nicht erhöhen zu wollen. Zuvor hatte Paramount Skydance die horrende Summe von 110 Milliarden Dollar geboten.
Bei diesem Angebot von Paramount würden sie „nicht mitgehen“, teilten die Netflix-Ko-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters mit. Der Deal ist Netflix zufolge finanziell nicht mehr attraktiv. Zuvor hatte WBD erklärt, der neue Paramount-Vorschlag stelle ein „überlegenes Unternehmensangebot“ dar.
Netflix bisher bevorzugt
WBD räumte dem bisher bevorzugten Mitbieter Netflix aber eine Frist von vier Geschäftstagen ein, um nachzulegen. Nach Ablauf dieses Zeitraums wäre WBD berechtigt, die Netflix-Fusionsvereinbarung zu kündigen, hieß es in einer Erklärung des Film- und Medienkonzerns.
Die 110 Milliarden Dollar (gut 93 Milliarden Euro), die Paramount zuletzt bot, entsprechen 31 Dollar pro Aktie statt dem letzten Angebot von 30 Dollar. Der Streamingdienst Netflix bietet 83 Milliarden Dollar.
Paramount will allerdings die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsender kaufen, dazu gehört CNN. Netflix war dagegen nur am Filmgeschäft sowie dem Streamingdienst HBO interessiert. Am 20. März sollen die WBD-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Zukunft des Konzerns entscheiden.
Hochpolitischer Bieterkampf
Der Bieterkampf hat auch eine politische Seite: Netflix-Mitgründer Reed Hastings gilt in den USA als einer der größten Spender der oppositionellen Demokraten. Paramount-Chef David Ellison und sein Vater Larry Ellison, seinerseits Chef des Softwareanbieters Oracle, unterstützen dagegen US-Präsident Donald Trump.
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