Wohntraum als Albtraum

Tiroler tappte auf TikTok in fiese Wohnungsfalle

Tirol
04.03.2026 07:00

Immobilienbetrüger locken derzeit auf der Social-Media-Plattform TikTok mit Spottpreisen für Fake-Wohnungen. Auch ein 27-jähriger Tiroler fiel auf die Abzockmasche der Gauner hinein. Die „Krone“ kennt die Details.

Für Martin H. sollte es der Beginn eines neuen Lebensabschnittes werden. Aufgrund einer fixen Jobzusage in Wien war der gelernte Elektrotechniker Anfang Februar auf der Suche nach einer Wohnung in der Bundeshauptstadt. Doch etwas Leistbares zu finden, entpuppte sich als schwierig.

Wahres Immo-Schnäppchen winkte
Auf der Social-Media-Plattform TikTok stieß der 27-Jährige auf ein verlockendes Angebot: 80 Quadratmeter Altbauwohnung im 3. Bezirk, nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt – für unter 900 Euro Miete. „Es hat fast zu gut geklungen, aber der Zeitdruck war groß. Ich wollte mir die Chance nicht entgehen lassen“, erzählt Martin.

Bearbeitungsgebühr, um Wohnung zu reservieren
Nach einer kurzen Nachricht erhielt er prompt Antwort. Die weitere Kommunikation verlagerte sich auf WhatsApp. Dort wurde ihm ein professionell wirkendes Exposé übermittelt. Um die Wohnung „verbindlich zu reservieren“, musste der Tiroler lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro überweisen. „Es wurde mir versprochen, dass ich das Geld bei Zustandekommen des Mietvertrages sofort rückerstattet bekomme“, erinnert sich der 27-Jährige.

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Irgendwie schäme ich mich, dass ich auf die Betrüger hineingefallen bin, obwohl ich nichts Böses getan habe.

Der betrogene Tiroler Martin H. (27)

Martin überwies den Betrag. Doch kurz darauf brach der Kontakt ab. Auf Nachfragen reagierte niemand mehr, das Inserat war plötzlich weg. „In diesem Moment wurde mir gleich bewusst, dass ich auf Betrüger hineingefallen bin“, war der Tiroler enttäuscht.

Die schönen Fotos seines Wohntraums fand er wenig später auf einer etablierten Immobilienplattform wieder – auf der die Wohnung um fast das Doppelte angeboten wurde. Die Bilder wurden wohl einfach kopiert und damit ein Fake-Inserat erstellt.

Die in den Wind gesetzten 50 Euro kann Martin zwar verschmerzen, doch der Ärger ist groß. „Und irgendwie schäme ich mich, dass ich auf die Masche hineingefallen bin, obwohl ich ja nichts Böses getan habe“, sagt er.

Mittlerweile hat der Neo-Wiener über einen seriösen Makler eine Wohnung ganz in der Nähe seiner neuen Firma gefunden. Der Umzug steht kurz bevor. Eines hat Martin aber aus der Sache gelernt: „Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es dies vermutlich auch.“

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