Kammerspiele-Premiere

Nichts Neues von KI-Roboter „Sophia“

Kultur
27.02.2026 15:14

Premiere für Moritz Rinkes KI-Stück „Sophia“ in den Wiener Kammerspielen mit einer beeindruckenden, mechanischen Schauspielleistung von Sylvia Meisterle in der Roboter-Hauptrolle. Der Rest bleibt beliebig, Klischee-befüllt, vorhersehbar – und langweilt. 

Die Geschichte rund um einen Roboter in Menschengestalt, voll gepumpt mit künstlicher Intelligenz, der zum fühlenden, eigenständigen Wesen mutiert – wurde schon oft und richtig gut erzählt. Man denke an Steven Spielbergs großartiges Drama „A. I. – Künstliche Intelligenz“ (2001), Will Smith in „I Robot“ (2004) oder an Alicia Vikander in dem Kammerspiel-Thriller („Ex Machina“, 2004).

Wir schreiben das Jahr 2026: Autor Moritz Rinke hat für die Kammerspiele Roboter „Sophia“ gebastelt, mit Silvia Meisterle als grandioser, unheimlicher Sci-Fi-Puppe. Ihre Darstellung bleibt einziges Highlight in diesem mit gängigen KI-Klischees geimpftem überlangen Stück, das einem so gar nichts Neues zu erzählen weiß.

Wenn dann noch der moralinsaure Pädagogikhammer samt Küchenpsychologie („Die wahre Störung hat die Menschheit“) ausgepackt wird, dann wird die in schwach ausgelotete Nebenhandlungen gebettete Sophia zum Fall für den Elektroschrott. Da haben auch die durchwegs souveränen Darsteller Alma Hasun, Nils Arztmann und Joseph Lorenz kein leichtes Spiel.

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