Dass sich alle im OÖ. Landtag vertretenen Parteien einig sind, kommt äußerst selten vor. Beim Thema rund um mehr Lehrerstunden für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind sich aber alle Politiker, sowie Eltern einig: „Es braucht dringend mehr Stunden und Personal“.
„So geht es nicht mehr weiter. Es muss sich was ändern – und zwar jetzt“, ungewohnte Geschlossenheit zeigten am Mittwoch alle im OÖ. Landtag vertretenen Parteien, als es um mehr Lehrerstunden für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) in Pflichtschulen ging. Der Anteil an Kindern, die so einen extra Bedarf brauchen würden, sei in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Aktuell liegt er bei 5,6 Prozent der Pflichtschüler. Der Bund geht aber seit 34 Jahren unverändert von 2,7 Prozent aus, kritisiert eine bundesweite Elterninitiative.
Zumindest schrittweise Anhebung gefordert
„Mit einer 15a-Vereinbarung könnte in einem ersten Zwischenschritt die SPF-Quote von 2,7 Prozent auf 3,1 Prozent angehoben werden. Das Regierungsziel von 4,5 Prozent könnte in weiterer Folge mit dem neuen Finanzausgleich 2029 umgesetzt werden“, fordert Sprecherin Gertrude Riegler.
Auch die Kinder- und Jugendanwaltschaft schließt sich dieser Forderung an: „Inklusion im Schulbereich ist eine zentrale Voraussetzung für echte Chancengleichheit und gesellschaftliche Integration.“ In Oberösterreich würden laut Berechnung rund tausend Sonderpädagogen fehlen.
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