Jagd auf Todeslenker

Bewegender Trauermarsch auf Martins letzten Spuren

Wien
21.02.2026 06:00

Knapp ein Monat nach der unfassbaren Tragödie um einen erst 24-jährigen Niederösterreicher nahmen die Angehörigen mit einem Trauermarsch Abschied. Rund 200 Personen machten sich im Gedenken an Martin Frey auf den Weg von Wien-Favoriten nach Leopoldsdorf. Nach dem noch unbekannten Todeslenker wird weiter intensiv gefahndet. 

Als begeistertem Wintersportler hätten ihm die Wetterbedingungen getaugt. So waren es etwa 200 Angehörige und Freunde, die Freitagfrüh durch die schneebedeckte Landschaft stapften – auf den Spuren von Martin Frey, der in der Nacht auf 24. Jänner in Leopoldsdorf bei Wien von einem immer noch flüchtigen Lenker erfasst und sterbend zurückgelassen wurde.

Wie berichtet, fahndet auch das NÖ-Landeskriminalamt nach dem Täter. Die Spurenlage deutet darauf hin, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen Klein-Lkw handeln könnte.

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Ich sah den Mann regungslos auf der Straße liegen und habe sofort die Polizei gerufen. Aber es war leider zu spät – wenn ich ihn nur früher gefunden hätte ...

„Krone“-Zusteller Jaskaran Singh Chahal entdeckte das Opfer

In tiefer Trauer und bei klirrender Kälte marschierten also Martins Familie und Freunde von einem Lokal in der Himberger Straße in Wien-Favoriten fünf Kilometer über die Landesgrenze nach Niederösterreich, wo eine Gedenkstätte eingerichtet wurde. Die Polizei und das Rote Kreuz begleiteten den Zug und sorgten damit für Sicherheit.

Rund 200 Trauergäste – angeführt von Martins Familie – auf dem Marsch von Wien-Favoriten ins ...
Rund 200 Trauergäste – angeführt von Martins Familie – auf dem Marsch von Wien-Favoriten ins rund fünf Kilometer entfernte Leopoldsdorf (NÖ).(Bild: Mario Urbantschitsch)
An der Gedenkstätte in Leopoldsdorf bei Wien (NÖ) legten Trauernde Blumen nieder und entzündeten ...
An der Gedenkstätte in Leopoldsdorf bei Wien (NÖ) legten Trauernde Blumen nieder und entzündeten Kerzen.(Bild: Mario Urbantschitsch)

Appell an Todeslenker: „Bitte stell’ dich!“
Es war dieselbe Route, die auch Martin in jener verhängnisvollen Nacht beschritt, ehe er nur 200 Meter von seiner Wohnung entfernt aus dem Leben gerissen wurde. Dass er einfach zum Sterben liegengelassen wurde, bereitet der Familie unendliche Qualen. Die Hinterbliebenen richten daher einmal mehr einen Appell an immer noch flüchtigen Todeslenker: „Bitte stell’ dich!“

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