Nach der unfassbaren Tragödie um einen 24-jährigen Niederösterreicher jagt die Gemeinde Leopoldsdorf bei Wien jetzt den Todeslenker. Martin Frey wurde von einem Fahrzeug erfasst und sterbend seinem Schicksal überlassen. Das Landeskriminalamt ermittelt.
In der 5500-Seelen-Gemeinde vor den Toren Wiens herrscht unendliche Trauer. Und die Wut – auf einen Todeslenker, der in der Nacht auf Samstag einen jungen Mann aus dem Leben gerissen und sich wie ein Feigling aus dem Staub gemacht hat.
Wie berichtet, wurde das Opfer gegen 4.25 Uhr auf der Achauer Straße von einem Zeitungszusteller entdeckt. Dieser setzte sofort die Rettungskette in Gang. Doch es war zu spät. Laut Obduktionsergebnis starb der Niederösterreicher an einem Schädel-Hirn-Trauma, ausgelöst durch eine Kollision mit einem Fahrzeug.
Bei dem Toten handelt es sich um Martin Frey: 24 Jahre alt, begabter Sportler, eingefleischter Rapid-Fan, unersetzbarer Mitarbeiter im Familienbetrieb – vor allem aber geliebter Sohn und Bruder. Dass der Lenker einfach Fahrerflucht begangen hat, ist für die Hinterbliebenen unerträglich.
„An diesem Gedanken gehen wir zugrunde“
„Ein Unfall kann passieren, aber das ist Mord“, seufzt sein Vater Franz im Gespräch mit der „Krone“. „Sie haben ihn einfach liegen lassen, wie einen nassen Fetzen – an diesem Gedanken gehen wir zugrunde.“ Die Familie ist sicher: Martin, ein kräftiger, kerngesunder Bursch, hätte bei sofortiger Hilfe gerettet werden können.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Seit dem Wochenende ermittelt das Landeskriminalamt in dem Fall, wertet Spuren vom Tatort aus. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt auch die Polizeiinspektion Leopoldsdorf unter 059 133-3229 entgegen.
Während sich die Fahndungsschlinge also langsam zuzieht, hat irgendwer da draußen wohl mit seinem Gewissen zu kämpfen ...
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